Beim 1:1-Unentschieden gegen die SV Elversberg hat Holstein Kiel nach fünf Niederlagen in Folge einen Punkt geholt. Neuer Trainer Tim Walter überraschte mit der Ernennung von Jonas Meffert zum vorläufigen Kapitän. Geschäftsführer Olaf Rebbe kritisierte eine VAR-Entscheidung zu einem möglichen Handspiel.
Das Remis gegen die SV Elversberg brachte Holstein Kiel am Samstag in Kiel etwas Ruhe nach einer Serie von fünf Niederlagen. Es war das Debüt des neuen Trainers Tim Walter, der direkt eine ungewöhnliche Entscheidung traf. Statt des verletzten regulären Kapitäns Steven Skrzybski, der einen Muskelriss im Adduktorenbereich hat, ernannte Walter Jonas Meffert zum Kapitän. Trotz Alternativen wie Alexander Bernhardsson und Stefan Schwab im Kader begründete Walter die Wahl: „Ich wollte einen Kapitän auf dem Feld haben, der immer spielt. Jonas ist kein Lautsprecher auf dem Platz, aber seine Energie reicht für fünf Jungs.“ Die Entscheidung erfolgte in Absprache mit Skrzybski und gilt nur bis zu dessen Genesung. „Dann kann er die Binde sehr gerne wiederhaben“, sagte Walter. Er betonte, dass alle Spieler Verantwortung übernehmen können und er regelmäßig mit dem Team spreche.
Nach dem Abpfiff äußerte sich Geschäftsführer Sport Olaf Rebbe verärgert über eine Szene in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Er sah ein klares Handspiel des Elversbergers Lukas Petkov, das der Schiedsrichter Jarno Wienefeld nicht ahndete. Der VAR prüfte die Situation, erkannte aber keine Fehlentscheidung. „Für mich war das ein klares Handspiel, auch wenn der Schiedsrichter meint, dass der Spieler keine Orientierung hat“, sagte Rebbe. Er fügte hinzu: „Wir wollen nicht über die Schiedsrichter meckern, aber in den vergangenen Wochen kommen viele Dinge zusammen. Ähnliche Szenen sind gegen uns schon als Strafstoß gepfiffen worden.“ Rebbe betonte, dass solche Vorfälle sich aus Sicht des Vereins summieren und diskutiert werden müssen.