Der FC Holstein Kiel hat Marcel Rapp als Trainer entlassen und Tim Walter als Nachfolger verpflichtet. Die Entscheidung folgte auf eine schwache Leistung beim Karlsruher SC. Experten sehen in Walters Rückkehr eine Chance, aber auch Risiken für den Abstiegskampf.
Die Amtszeit von Trainer Marcel Rapp bei Holstein Kiel ist zu Ende gegangen. Ein erschreckender Auftritt beim Karlsruher SC besiegelte sein Schicksal, wie in der Podcast-Folge 232 von „Holstein eins zu eins“ berichtet wird. Rapp hatte die zweitlängste Traineramtszeit in der Geschichte des KSV. Die Freistellung wird als großer menschlicher Verlust beschrieben, und das Ende gilt als alternativlos.
Als Nachfolger wurde Tim Walter fixiert. Für die Verantwortlichen ist er der letzte Schuss, der sitzen muss. Seine Rückkehr polarisiert: Sie birgt Chance und Risiko gleichermaßen. Walter könnte mit seiner Emotionalität und Bedingungslosigkeit die leblose Truppe beleben und die nötigen Prozentpunkte herausholen. Allerdings könnten Niederlagen, etwa gegen Elversberg oder Darmstadt, die Stimmung weiter anknacken. Die Frage ist, wie das Team Walters hochkomplexes System, den sogenannten „Walter-Ball“, mitten in der Saison und im Abstiegskampf verinnerlichen soll.
Holstein-Reporter Niklas Schomburg und KSV-Experte Andreas „Opa“ Geidel diskutieren in der Podcast-Folge diesen Paradigmenwechsel. Sie erinnern an den wilden Ritt 2018/19, Walters Exekutive Jonas Meffert, einen Sportchef auf Bewährung, Trainingsstrafen und den fehlenden Plan B. Es steckt Hoffnung drin, aber auch Skepsis. Eins ist sicher: Langweilig wird es nicht. Die Mission Klassenerhalt liegt nun bei Walter.