Nach der Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg hat Holstein-Kiel-Kapitän Steven Skrzybski seine Teamkollegen aufgefordert, Chancen konsequenter zu nutzen. Trotz hohem xGoals-Wert von 3,45 erzielten die Kieler nur zwei Tore. Der Verein hat in 26 Saisonspielen erst 31 Treffer erzielt.
Holstein Kiel kämpft im Abstiegskampf um den Klassenerhalt. Am vergangenen Samstag verlor das Team gegen den 1. FC Nürnberg, obwohl es einen xGoals-Wert von 3,45 erreichte und nur zwei Tore fielen. Zahlreiche Großchancen blieben ungenutzt – ein wiederkehrendes Problem der Saison. In 26 Spielen erzielten die Kieler nur 31 Tore, weniger als Preußen Münster (30), Eintracht Braunschweig (29) und Fortuna Düsseldorf (26). Trainer Tim Walter, seit Kurzem im Amt, will der Mannschaft mehr Leichtigkeit einbringen. Kapitän Steven Skrzybski, 33 Jahre alt, ärgert sich besonders über eine verpasste Chance kurz vor Schluss gegen Nürnberg. „Die Nacht danach hat es mich schon sehr beschäftigt. In der Situation, in der wir sind, ist das ein Stück weit normal. Ich liebe den Sport zu sehr, als dass ich das ausstellen könnte“, sagte Skrzybski. Er betonte: „Jetzt müssen wir sie auch machen, sonst ist das alles Quatsch.“ Walter trainiert Abschlüsse in kleinen Spielformen, um Erfolgserlebnisse zu schaffen. „Es geht da um die Anzahl der Wiederholungen. Natürlich lässt man als Stürmer auch Chancen aus, aber je häufiger man schießt, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass man trifft“, erklärte Skrzybski. „Es geht darum, dass wir den Glauben an uns selbst nicht verlieren.“ Nach einer 1,5-monatigen Verletzungspause (Muskelbündelriss im Adduktorenbereich) spielte Skrzybski 30 Minuten gegen Nürnberg. Vor dem Spiel gegen den VfL Bochum am Sonntag (13.30 Uhr) könnte er in die Startelf zurückkehren, zumal Alexander Bernhardsson verletzt ist. „Die Minuten gegen Nürnberg waren in Ordnung, und jetzt werden wir über die Woche sehen, wofür es reicht“, sagte er. Zur Kapitänsbinde: „Mir wäre es am liebsten, wenn wir am Wochenende elf Kapitäne auf dem Feld hätten.“