Johannes Kaiser, Führer der Nationalen Libertären Partei, äußerte Unbehagen über den Mangel an Informationen zur Struktur der zukünftigen Regierung von José Antonio Kast, acht Tage vor der Kabinettsankündigung. Der ehemalige Präsidentschaftskandidat schloss die Tür für eine ministerielle Rolle und hielt die Unterstützung seiner Partei in der Schwebe. Kaiser warf dem Büro des Präsidentenwahlsiegers vor, keine Details zur Regierungsarchitektur zu liefern.
Die Nationale Libertäre Partei (PNL) steht unter Spannungen in ihrer Beziehung zum Team von José Antonio Kast, dem designierten Präsidenten, inmitten der Unsicherheit über ihre Rolle in der kommenden Regierung. Johannes Kaiser, PNL-Präsident und ehemaliger Präsidentschaftskandidat, räumte am Montag das « Unbehagen » seiner Partei ein, das auf die mangelnde Klarheit bei der Kabinettsbildung zurückzuführen ist, die für den 20. Januar angekündigt ist. nnIn Aussagen gegenüber La Tercera sagte Kaiser: « Wir haben nicht genügend Informationen, um eine Meinung zu bilden », und fügte hinzu, dass sie « im Nebel » navigieren, ohne Details zur Planung und Gestaltung der Exekutive. Der libertäre Führer stellte den Prozess infrage und merkte an, dass sie nicht über die Rolle oder Präsenz ihrer Partei in Schlüsseln Bereichen wie Verteidigung, Sicherheit und Justiz informiert wurden, in denen sie von Anfang an Interesse bekundet hatten. nnÜber das Wochenende schloss Kaiser die Tür für eine persönliche Teilnahme am Kabinett und argumentierte: « Wenn ich zu irgendeinem Zeitpunkt eine interessante Person für ein Ministeramt gewesen wäre, hätten sie schon mit mir gesprochen. » Trotz vorheriger Gespräche in « guten Beziehungen » reichte die PNL letzte Woche eine Liste von Namen für Ministerien, Staatssekretäre und präsidiale Delegationen ein, ohne eine formelle Antwort zu erhalten. nnInnerhalb der Partei überraschte Kaisers Offensive nicht, weckt jedoch Besorgnis wegen der begrenzten Zeit: Sie müssen vor dem Wochenende entscheiden, ob sie der Regierung beitreten. Einige sehen in Kaisers Ausschluss ein Signal, dass das OPE ihren Eintritt in das Ministerteam nicht wünscht, was interne Mitglieder verärgert hat. Zudem sorgen sie sich um die mögliche Vergabe Schlüsselressorts an Chile Vamos oder Demokraten sowie Namen wie Guillermo Turner für die Verteidigung statt ihrer Vorschlags, des pensionierten Generals Luis Cuéllar. nnClaudio Alvarado, künftiger Innenminister, erwiderte, dass die Kabinettsbesetzung « exklusive Befugnis des Präsidenten der Republik » sei und die Parteien rechtzeitig informiert würden. Die PNL plant für diesen Mittwoch eine Vorstandssitzung, um Schritte zu definieren, in einem Kontext, in dem der Informationsmangel die Beitritt erschwert.