Ab dem 1. Januar 2026 verbietet ein Gerichtsbeschluss den Verkauf lebender Tiere wie Katzen, Hunde, Vögel und Fische im Mercado Sonora im Bezirk Venustiano Carranza in Mexiko-Stadt. Die Entscheidung nimmt jahrzehntelange Beschwerden über Tierquälerei auf und entspricht dem Tierschutz- und Wohlfahrtsgesetz. Betroffene Händler wechseln zu Haustierprodukten, unterstützt von der lokalen Regierung.
Mercado Sonora, ein ikonisches Marktplatzviertel im Bezirk Venustiano Carranza in Mexiko-Stadt, bekannt für sein Sortiment von Waren aus Hexenzubehör bis Accessoires, steht seit Langem wegen des Verkaufs lebender Tiere in der Kritik. Über Jahre haben Aktivisten und Tierschutzgruppen Überfüllung, Verkauf kranker Tiere und sogar Angebote für Opfer oder Rituale vor Ort kritisiert.
Das vollständige Verbot folgt auf eine einstweilige Verfügung von Organisationen wie Va por Sus Derechos, geleitet von der Anwältin Susana Ramírez. Ein Verwaltungsgericht erteilte sie im Oktober 2025, wirksam ab 1. Januar 2026. Dies stützt das Tierschutz- und Wohlfahrtsgesetz, das bereits den Handel mit lebenden Wesen in öffentlichen Räumen, Fahrzeugen, Warenhäusern und Supermärkten verbietet.
Daraufhin stellen Händler, die zuvor Tiere verkauften, ihre Geschäfte um. Wie Bürgermeisterin Evelyn Parra im Oktober anmerkte, bieten sie nun Futtermittel, Spielzeug, Leinen und Accessoires an. Die Stadtregierung von Mexiko-Stadt plant zusammen mit Parra finanzielle Unterstützung und Dialogrunden, um den Wechsel zu erleichtern, und erkennt an, dass viele Betriebe alteingesessene Familienunternehmen sind.
Trotzdem wollen einige Händler eigene einstweilige Verfügungen einholen, um weiterzumachen, und berufen sich auf Umsatzeinbußen. Verstöße drohen mit vollständiger Ladenschließung und Entzug der Marktbetreibungsrechte. Das Urteil soll missbräuchliche Praktiken beenden und den Tierschutz in der Hauptstadt vorantreiben.