Der Streik des Kabinenpersonals bei der Lufthansa hat um Mitternacht begonnen und dauert bis 22 Uhr. Etwa 20.000 Flugbegleiter sind aufgerufen, die Arbeit niederzulegen, was Hunderte Flüge betrifft. Die Gewerkschaft Ufo und Lufthansa streiten um Tarifdetails.
Die Gewerkschaft Ufo hat die rund 20.000 Flugbegleiter bei der Lufthansa und der Tochter Lufthansa Cityline zum Streik aufgerufen. Der Ausstand startete um 00:01 Uhr und endet um 22:00 Uhr. Betroffen sind Abflüge der Lufthansa aus Frankfurt und München sowie Starts der Cityline von Flughäfen wie Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.
Lufthansa hat bereits Hunderte Flüge gestrichen und einen Sonderflugplan veröffentlicht. Das Unternehmen setzt zusätzliche Flüge anderer Konzern-Airlines und größere Flugzeuge ein, um die Auswirkungen zu mildern. Personalvorstand Michael Niggemann kritisierte den Streik als „verantwortungslos“, da er Rückreisende nach Ostern besonders treffe.
Es handelt sich um den dritten großen Streik dieses Jahres bei der Lufthansa nach zwei Pilotenstreiks im März durch die Vereinigung Cockpit. Bei diesen meldete die Gewerkschaft 80 Prozent Ausfälle, Lufthansa etwa 50 Prozent. Der aktuelle Konflikt dreht sich um Manteltarifverhandlungen und einen Sozialtarifvertrag für die Cityline, deren Flugbetrieb nächstes Jahr enden soll.
Eine Sprecherin der Ufo bestätigte den Streikbeginn. Eine Urabstimmung hatte hohe Zustimmung ergeben.