Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) zum Warnstreik am Mittwoch, 18. März, aufgerufen. Die Flughafengesellschaft stellt daraufhin den gesamten Passagierflugbetrieb ein, was rund 445 Flüge und 57.000 Reisende betrifft. Verdi kritisiert das Arbeitgeberangebot als Provokation.
Am Mittwoch, 18. März, findet am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ein ganztägiger Warnstreik der Gewerkschaft Verdi statt, von 5 Uhr morgens bis 23.59 Uhr. Betroffen sind Mitarbeiter der Flughafenfeuerwehr, Verwaltung, Sicherheitspersonal, Flugsicherung und Bestreifung. Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) hat angekündigt, dass an diesem Tag keine regulären Passagierflüge möglich sind. Ursprünglich waren 445 Abflüge und Landungen mit circa 57.000 Passagieren geplant, eine zweite Quelle nennt den 18. März 2026 – eine mögliche Abweichung in den Berichten. Die rund 2.000 Beschäftigten fordern Verdi sechs Prozent mehr Lohn oder mindestens 250 Euro monatlich, plus einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder bei 12-monatiger Laufzeit. Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler nannte das Arbeitgeberangebot mit jährlichen Erhöhungen von rund einem Prozent bis Ende 2028 „kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch“. FBB-Chefin Aletta von Massenbach hielt den Streik für „unverhältnismäßig – gerade in einer durch den Iran-Krieg ohnehin sehr angespannten Lage“. Die nächste Tarifrunde ist für den 25. März angesetzt. Reisende sollen sich bei ihren Fluggesellschaften über Umbuchungen und Alternativen informieren. Bei Annullierungen haben sie Anspruch auf Rückerstattung des Ticketpreises, Alternativbeförderung oder Rücktransport, jedoch in der Regel keinen auf Entschädigung, da es sich um einen Streik von Flughafenpersonal handelt, so das Fluggastrechteportal Flightright.