Die Vereinigung Cockpit hat mehr als 5000 Pilotinnen und Piloten bei Lufthansa und Lufthansa Cargo zu einem 48-stündigen Streik ab Donnerstag, 12. März 2026, aufgerufen. Der Streik wird erhebliche Flugausfälle und Verspätungen an deutschen Flughäfen verursachen. Reisende sollten ihren Flugstatus prüfen und ihre Rechte kennen.
Die Vereinigung Cockpit (VC) hat zu einem Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft und der Frachttochter Lufthansa Cargo aufgerufen. Der 48-stündige Arbeitskampf beginnt am 12. März 2026 um 00:01 Uhr und endet am 13. März 2026 um 23:59 Uhr. Bei der Lufthansa Cityline legen die Piloten für 24 Stunden die Arbeit nieder, beginnend mit Flügen, die am 12. März von deutschen Flughäfen starten.
Der Streik betrifft Flüge an allen deutschen Flughäfen, darunter die Hauptstandorte Frankfurt am Main und München sowie Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Berlin, Hannover, Köln/Bonn, Bremen, Dresden, Nürnberg und Leipzig/Halle. Wie viele Flüge genau ausfallen, ist unklar, doch beim vorherigen Streik am 12. Februar 2026 wurden über 800 Flüge mit rund 100.000 Passagieren annulliert. Lufthansa plant, so viele Flüge wie möglich durch andere Airlines der Lufthansa Group oder Partner durchzuführen.
Ausnahmen gelten für Flüge in den Nahen Osten aufgrund der aktuellen Lage dort: Ägypten, Aserbaidschan, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Airlines wie Eurowings, Swiss, Austrian, ITA, Brussels Airlines und Discover sind nicht betroffen.
Der Streik resultiert aus gescheiterten Tarifverhandlungen über die betriebliche Altersversorgung bei Lufthansa und Cargo sowie über einen neuen Vergütungstarif bei Cityline. Seit dem Februarstreik hat der Arbeitgeber kein neues Angebot vorgelegt, teilt die VC mit.
Betroffene Passagiere werden am 11. März per E-Mail informiert, sofern Kontaktdaten aktuell sind. Flugstatus kann auf der Lufthansa-Website oder App geprüft werden. Optionen umfassen kostenlose Umbuchung auf Flüge der Lufthansa Group zwischen 10. und 23. März 2026, Rückerstattung oder Umtausch auf Bahntickets für Inlandsflüge. Bei Verspätungen oder Ausfällen sorgt Lufthansa für Hotel und Verpflegung.
Reisende haben Anspruch auf Entschädigung nach EU-Recht, da der Streik kein außergewöhnlicher Umstand ist: bis 250 Euro für Kurzstrecken (bis 1500 km), 400 Euro für Mittelstrecken (bis 3500 km) und 600 Euro für Langstrecken (über 3500 km). Die Forderung erfolgt über das EU-Formular bei Lufthansa oder Portale wie Flightright.