Über 130 Kabinenmitarbeiter bei der SAS-Tochter Connect in London haben eine Streikwarnung für die Weihnachtszeit wegen eines Lohnstreits ausgesprochen. Der Streik soll am 22. Dezember beginnen und den 23., 24. und 26. Dezember auf Heathrow betreffen. SAS bestätigt laufende Verhandlungen, äußert sich aber nicht weiter zur Drohung.
Die britische Gewerkschaft Unite the Union hat über 130 Kabinenmitarbeiter bei SAS Connect vor einem Streik während der Weihnachtsferien gewarnt. SAS Connect ist eine Tochtergesellschaft von Scandinavian Airlines mit Standorten in Arlanda, Kastrup und Heathrow in London. Der Streit dreht sich um die Lohnentwicklung, wobei die Beschäftigten bessere Konditionen fordern als von SAS angeboten.
Laut Branchenpublikation Check-in.dk soll der Streik am 22. Dezember beginnen und sich über mehrere Tage bis in den Weihnachtszeitraum erstrecken, insbesondere den 23., 24. und 26. Dezember. Die Parteien sind in den Verhandlungen weit auseinander. SAS soll laut Berichten eine Lohnerhöhung von 3,5 Prozent angeboten haben, später auf 4,5 Prozent erhöht, während die Gewerkschaft 7,5 Prozent verlangt.
Die Gewerkschaft hebt die harten Arbeitsbedingungen auf Heathrow hervor, wo das Personal angibt, weder richtig zu essen noch zu schlafen aufgrund niedriger Löhne. Mitglieder schlafen in ihren Autos, da SAS weder Hotelkosten übernimmt noch beiträgt. «Scandinavian Airlines lobt öffentlich ihr Kabinenpersonal, versucht es aber zynisch zu betrügen. Das ist absolut inakzeptabel, wenn die Airline auf ihre Expertise angewiesen ist und die Passagiere auf sie für die Sicherheit. Das Kabinenpersonal isst und schläft nicht richtig wegen Armutslöhnen», sagt Sharon Graham, Generalsekretärin von Unite.
Callum Rochford, regionaler Offizier von Unite, fordert SAS auf: «SAS muss an den Verhandlungstisch zurückkehren mit einem angemessenen Lohnangebot für das Kabinenpersonal, andernfalls wird es dem Zorn der Passagiere in einem Konflikt ausgesetzt, den es selbst verursacht hat.»
SAS betreibt mehrere Flüge nach und von London während der Weihnachtstage, die betroffen sein könnten. Die Kommunikationschefin des Airlines Alexandra Lindgren Kaoukji schreibt in einer E-Mail: «Wir sind derzeit im Dialog mit den beteiligten Parteien. Da Verhandlungen laufen, können wir zu dem Thema derzeit nicht weiter kommentieren.» Die Streikdrohung könnte schwedische Reisende stören, die Weihnachtsflüge planen.