Präsident Luiz Inácio Lula da Silva kehrte am Mittwoch (19.) nach Belém zurück, um die abschließenden COP30-Verhandlungen anzukurbeln, und äußerte Optimismus darüber, Donald Trump von der Schwere der Klimakrise zu überzeugen. Er verteidigte die Rolle der First Lady Janja und feierte die Ankündigung Deutschlands über eine Investition von 1 Milliarde Euro in den Tropical Forests Forever Fund (TFFF). Obwohl Fortschritte wie dieses Versprechen den Gesamtbetrag auf 6,7 Milliarden US-Dollar anheben, stoßen Verhandlungen auf Stagnationen bei Themen wie fossilen Brennstoffen und Geschlechterfragen.
Die COP30 in Belém (PA) trat in ihre entscheidende Phase mit Lulas Ankunft am Vormittag des 19. November 2025 ein. Der Präsident traf sich mit Vertretern afrikanischer, arabischer, lateinamerikanischer Länder, Chinas, Indiens, Deutschlands, der Europäischen Union, kleiner Inselstaaten sowie indigener Führer und Wissenschaftler. Es wurden keine kontroversen Abkommen über Ressourcetransfers, Emissionsziele oder den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen angekündigt, aber Umweltministerin Marina Silva enthüllte Deutschlands Versprechen von 1 Milliarde Euro für den TFFF, wodurch der Fonds auf 6,7 Milliarden US-Dollar anwächst mit Beiträgen aus Norwegen (3 Milliarden US-Dollar), Frankreich (500 Millionen Euro), Brasilien und Indonesien (je 1 Milliarde US-Dollar).
In einer Pressekonferenz erklärte Lula: «Ich bin so glücklich, dass ich eines Tages den Präsidenten der Vereinigten Staaten davon überzeuge, dass das Klimaproblem ernst ist und grüne Entwicklung notwendig ist». Er träumte auch davon, den Russland-Ukraine-Krieg zu beenden, und äußerte Vertrauen in die brasilianischen Verhandler für «das beste Ergebnis, das jede COP für den Planeten Erde bieten kann».
Lula verteidigte Janja und sagte, er wisse nicht «wie oft eine First Lady so viel in einer COP gearbeitet hat» und dass «Frauen keine Bürger zweiter Klasse sind». Der TFFF, eine brasilianische Initiative, investiert Mittel in Finanzmärkte, um Bewahrer tropischer Wälder zu belohnen, mit dem Ziel von 25 Milliarden US-Dollar öffentlichen und 100 Milliarden privaten Mitteln.
Die Veranstaltung gewann an Spannung durch Aussagen des deutschen Kanzlers Friedrich Merz, der Berlin Belém vorzog und Brasilien als negatives Beispiel bezeichnete. Lula konterte: «Er hätte in eine Bar im Pará gehen sollen [...], denn Berlin bietet nicht 10 % der Qualität, die der Bundesstaat Pará bietet». Trotz Optimismus kritisierte die französische Delegation den Entwurfstext wegen mangelnder Ambition bei Emissionsminderung und Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, während ein konservativer Block einschließlich Argentiniens und Irans Geschlechterdebatten blockiert, um Transpersonen auszuschließen.