Die schwedische Delegation auf dem COP30-Klimagipfel in Belém kritisiert das früh freigegebene Vertragsentwurf stark. Der Entwurf erwähnt keine fossilen Brennstoffe und ambitionierten Emissionsreduktionen, was Zorn bei der EU und mehreren Ländern auslöst. Die Verhandlungen sind in der Schlussphase, doch die Nationen sind bei mehreren Schlüsselfragen weit auseinander.
Der COP30-Klimagipfel in Belém, Brasilien, ist in die abschließende Verhandlungsphase eingetreten. Früh am Freitag veröffentlichte die brasilianische Präsidentschaft einen Vertragsentwurf, der als erster vollständiger Text ohne eckige Klammern beschrieben wird. Die EU, die für Schweden verhandelt, ist mit dem Vorschlag unzufrieden, insbesondere hinsichtlich der Emissionsreduktionen.
Staatssekretärin Helena Dyrssen, die die schwedischen Gespräche zusammen mit Chefverhandler Mattias Frumerie leitet, nennt den Entwurf unzureichend ambitioniert. „Das große Problem ist, dass es keine ausreichend guten Vorschläge zu Emissionsreduktionen gibt“, sagt sie. Dyrssen betont die EU-Einheit und Kampfbereitschaft: „Meiner Einschätzung nach kann die EU diesen Entwurf nicht unterstützen. Es gibt starken Kamp Geist von der EU.“ Frumerie stimmt zu und merkt an, der Text sei zu schwach bei Emissionskürzungen, betont aber, dass noch Zeit für Gespräche bleibt.
Ein zentraler Streitpunkt betrifft die Aus phasing fossiler Brennstoffe. Der Entwurf lässt fossile Brennstoffe unerwähnt, trotz Unterstützung von über 80 Ländern früher in der Woche. Länder wie Saudi-Arabien, Ägypten, Iran und Bolivien lehnen eine Roadmap ab, einige drohten am Donnerstag zu gehen. Etwa 30 Länder, einschließlich Schweden, unterzeichneten einen Brief, in dem sie ablehnen, den Text ohne eine „Roadmap zur Umsetzung eines gerechten, geordneten und fairen Übergangs weg von fossilen Brennstoffen“ zu unterstützen. Dyrssen sagt: „Die EU ist sehr daran interessiert, eine Roadmap zu beschließen, aber wir sind noch nicht so weit.“
Andere kritische Punkte umfassen Anpassungsfinanzierung, die bis 2030 auf 120 Milliarden Dollar jährlich verdreifacht werden soll, aber im Entwurf nur empfohlen wird; Indikatoren für das globale Anpassungsziel; nationale Klimapläne (NDCs) fällig 2025, von denen 80 Länder noch nicht eingereicht haben; und breitere Klimafinanzierung, einschließlich der Baku–Belém-Roadmap für 1,3 Billionen Dollar jährlich bis 2035. Die Klimagruppe Oil Change International wirft der EU vor, Fortschritte durch unzureichende finanzielle Verpflichtungen zu blockieren. Zorn und Enttäuschung herrschen vor, wobei Ursula von der Leyen in Südafrika erklärte, die EU „kämpfe nicht gegen fossile Brennstoffe“.