EU-Kommission plant aufweichung des verbot für verbrenner

Die EU-Kommission will das geplante Verbot für Verbrennermotoren in Neuwagen ab 2035 lockern. Statt vollständiger emissionsfreiheit soll eine Reduktion der CO₂-Emissionen um 90 Prozent gelten. Kritiker sprechen von einem undemokratischen Verfahren.

Die EU-Führung plant eine Abmilderung der strengen Vorgaben für Neuwagen ab 2035. Ursprünglich sollte ab diesem Jahr kein CO₂ mehr ausgestoßen werden, was einem Aus für klassische Verbrennungsmotoren gleichkäme. Nun soll das Ziel auf eine 90-prozentige Verringerung der Emissionen angehoben werden, wie EVP-Fraktionschef Manfred Weber der »Bild«-Zeitung mitteilte. Auch für 2040 wird keine vollständige Quote vorgesehen.

Die Kommission hat den Bericht zunächst nicht kommentiert, doch die Vorschläge sollen am kommenden Dienstag zusammen mit Maßnahmen zu Batterien und umweltfreundlichen Dienstwagen präsentiert werden. Nach Kritik aus Industrie und mehreren Ländern hatte die EU bereits eine Überprüfung angekündigt.

Grünen-Abgeordneter Michael Bloss kritisiert die Pläne scharf: »Was Manfred Weber hier fabriziert, reiht sich ein in eine Serie von konservativen Fehlentscheidungen, die Europa vom Weltmarktführer zum Schlusslicht machen.« Er warnt, dass anhaltende Verbrennermotoren die Wettbewerbsfähigkeit und Planungssicherheit der Industrie gefährden.

SPD-Politiker Tiemo Wölken wirft Weber und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen »Hinterzimmerdeal« vor, der die demokratischen Fraktionen umgeht. Stattdessen suche man Unterstützung bei Rechtspopulisten, ähnlich wie bei der kürzlichen Bremsung der Entwaldungsverordnung.

Für die Umsetzung braucht es eine Mehrheit im Europaparlament und die Zustimmung von 15 Mitgliedstaaten, die 65 Prozent der EU-Bevölkerung repräsentieren. Während Dänemark, Schweden und die Niederlande die Originalregelung bevorzugen, plädieren bevölkerungsstarke Länder wie Deutschland, Italien und Polen für Lockerungen.

Verwandte Artikel

Illustration of Germany's minimal 2025 CO2 emissions decline, Minister Schneider presenting data amid opposition protests warning of EU fines.
Bild generiert von KI

Deutschlands klimabilanz 2025 zeigt stagnierenden emissionsrückgang

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Der Treibhausgasausstoß in Deutschland ist 2025 nur um 0,1 Prozent auf 649 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente gesunken, was den kleinsten Rückgang seit vier Jahren darstellt. Oppositionsparteien wie Grüne und Linke kritisieren die Bundesregierung für Versäumnisse und warnen vor EU-Strafzahlungen in Milliardenhöhe. Umweltminister Carsten Schneider betont Fortschritte, fordert aber einen Push.

Die Koalition aus Grünen und CDU in Baden-Württemberg plant umfassende Änderungen am EU-Verbrennerverbot ab 2035. Der Koalitionsvertrag fordert mehr Technologieoffenheit für die Autoindustrie. Cem Özdemir distanziert sich damit von seiner Partei.

Von KI berichtet

Die EU-Kommission plant, gewerbliche Flotten schneller auf Elektroautos umzustellen, was nach Ansicht des Sixt-Chefs zu teureren Mietwagen führen könnte. Konstantin Sixt sagte, steigende Fahrzeugkosten müssten an Kunden weitergegeben werden. Er kritisiert den Entwurf als Abrutschen in Planwirtschaft.

Der FIA-Direktor für Formelsport, Nikolas Tombazis, hat Kostensenkungen für das nächste Motorenreglement der Formel 1 gefordert, um die Abhängigkeit des Sports von Automobilherstellern zu verringern. Vor dem Großen Preis von Miami schloss er sich der Meinung von F1-CEO Stefano Domenicali an und betonte die Notwendigkeit, die Formel 1 vor sich ändernden Marktprioritäten zu schützen. Tombazis hob die Veränderungen im politischen Umfeld seit der Festlegung des Reglements für 2026 hervor.

Von KI berichtet

Das Bundeskabinett hat den Entwurf für das Gebäudemodernisierungsgesetz beschlossen. Das neue Gesetz ersetzt das umstrittene Heizungsgesetz der früheren Ampel-Koalition und soll mehr Flexibilität bei der Heizungswahl ermöglichen.

Ministerpräsident Ulf Kristersson hat auf dem EU-Gipfel in Brüssel die Zusicherung erhalten, dass die schwedischen Engpassgebühren nur den Ausbau des schwedischen Stromnetzes finanzieren werden. Die Mittel werden nicht für europäische Projekte verwendet. Derweil wird das EU-Emissionshandelssystem gegen Forderungen nach Änderungen verteidigt.

Von KI berichtet

Rekordpreise für Diesel an deutschen Tankstellen entfachen die Debatte über Entlastungen. Verbraucherschutzministerin Stefanie Hubig (SPD) unterstützt einen flexiblen Preisdeckel, wie ihn Vizekanzler Lars Klingbeil vorschlägt. Gleichzeitig fordern Grüne und Ökonomen ein Tempolimit zum Spritsparen.

 

 

 

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen