Lumilagro senkt Thermoskannen-Preise nach Stellenabbau und löst Empörung auf X aus

Das argentinische Unternehmen Lumilagro hat Preissenkungen für seine Mate-Thermoskannen angekündigt, nachdem eine Produktionsumstellung zum Ausscheiden von über 100 Mitarbeitern im gegenseitigen Einvernehmen geführt hat. Der offizielle Beitrag des Unternehmens auf X, in dem die Änderungen verteidigt wurden, löste bei Nutzern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens Empörung aus und befeuerte die Debatte über Arbeitsplätze und die Industrie.

Lumilagro, ein argentinischer Hersteller von Mate-Thermoskannen, äußerte sich am Montag, den 23. März, auf seinem offiziellen X-Account und rechtfertigte seine 'Produktionsumstellung'. Die Nachricht lautete: 'Dank unserer Umstellung können nun alle 47 Millionen Argentinier auf die beste Thermoskanne für Mate zum besten Preis zugreifen. Sie müssen nicht länger einen lächerlichen Preis für eine Qualitäts-Thermoskanne zahlen. Holen Sie sich Ihre!!'. Als Antwort auf einen Nutzer, der anmerkte, man habe '100 Familien arbeitslos gemacht', entgegnete der Community Manager: 'Was meint ihr? Würdet ihr es vorziehen, wenn wir sie wieder einstellen und ihr erneut 100.000 Pesos mehr ausgeben müsstet, um eine Qualitäts-Thermoskanne zu bekommen?' und fügte hinzu: 'Wir haben uns umgestellt, um wieder so zu wachsen wie in den 70er Jahren, als wir aufhörten, die Flaschen mit dem Mund zu blasen und auf Automatisierung umstellten'.

Das Unternehmen stellte klar: 'Wir haben keine einzige Person entlassen. Alle Abgänge erfolgten im gegenseitigen Einvernehmen, um uns anzupassen, zu überleben und wieder zu wachsen. Wenn wir uns hingegen dazu entschließen würden, uns nicht anzupassen, würden wir am Ende gegen die Konkurrenz verlieren und schließen'. Es wurde sogar eine 'limitierte Edition von schlechterer Qualität und teurer, aber zu 100% in Argentinien hergestellt' in Aussicht gestellt.

Der Beitrag verbreitete sich schnell und erreichte kurz nach 16:30 Uhr 3,3 Millionen Aufrufe und über 4.000 Kommentare. Journalisten wie Pablo Duggan kritisierten: 'Sie haben die Marke zerstört. Ich habe noch nie eine Firma gesehen, die feiert, dass sie Mitarbeiter entlassen hat' und 'Steckt euch die Thermoskanne in den Hintern'. Jorge Rial griff die Eigentümer an: 'Was es heißt, Erbe zu sein und in seinem verdammten Leben noch nie gearbeitet zu haben'. Nutzer kündigten Boykotte an und wandten sich Plattformen wie TEMU oder Konkurrenten zu. Der Streit weitete sich auf Diskussionen über Importe und Arbeitsplätze in der argentinischen Industrie aus.

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