Fluglärm prägt den Alltag der Anwohner nahe den Pariser Flughäfen, heizt Debatten über öffentliche Gesundheit an, taucht aber nicht als zentrales Thema in den lokalen Kommunalwahlen auf, da Bürgermeister begrenzte Befugnisse haben.
In Goussainville, Val-d’Oise, einer Stadt mit 30.000 Einwohnern etwa zehn Kilometer vom Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle entfernt, prägen Flugzeugstarts den Tagesablauf. Auf dem Markt Charmeuse hören Stammkunden wie Jean, ein Wursthändler, der zweimal pro Woche kommt, das Dröhnen fast alle fünf Minuten. „Wir hören jeden Tag viele Flugzeuge, es erhöht den Geräuschpegel der Gespräche, und einige Händler schreien, um das Geräusch eines landenden Flugzeugs zu übertönen“, erzählt Jean. (nIn Arnouville, etwas südlich der Flughafenanlagen, ist die Lärmbelastung noch ausgeprägter. Jean wohnt dort unter einer Flugschneise, in Linie mit einer Startbahn. „Im Sommer ist es unmöglich draußen zu essen: alle zwei Minuten ein Flugzeug, auch nachts, aber in geringerer Intensität.“ (nFluglärmbelastung, die die öffentliche Gesundheit der Anwohner beeinträchtigt, hebt sich nicht als politisches Markenzeichen für die Kommunalwahlen 2026 hervor. Bürgermeister haben begrenzte Mittel, um diese Störungen vom größten Flughafen Frankreichs zu bekämpfen.