Der ehemalige französische Premierminister Michel Barnier forderte in einem Fernsehinterview am 8. März dazu auf, die Folgen der US- und israelischen Angriffe im Iran zu bewältigen, und betonte die Notwendigkeit, die Rüstungsproduktion hochzufahren, um einen zukünftigen Mangel zu vermeiden. Er kritisierte das Fehlen einer europäischen Verteidigungspolitik und schlug eine aktive Rolle Frankreichs in der Region vor.
Michel Barnier, ehemaliger Premierminister und Abgeordneter der Les Républicains für Paris, äußerte sich am Sonntag, dem 8. März, in der Sendung »Questions politiques«, die auf France Inter, Franceinfo und Le Monde ausgestrahlt wurde. Er sprach über die Auswirkungen der US- und israelischen Angriffe im Iran und forderte eine Bewältigung sowohl vor Ort als auch hinsichtlich der Rüstungsvorräte. »Früher oder später, [in einer Zukunft] vielleicht ganz bald, wird es einen Mangel an Rüstung, Waffen, Munition geben«, warnte er und wies darauf hin, dass dies bereits in einigen Ländern und möglicherweise in den Vereinigten Staaten zu beobachten ist. Er hob die hohen Kosten für Abwehrwaffen und Systeme zur Abfang von Raketen hervor. Die Lehre, die Herr Barnier zieht, ist klar: »Man darf nicht knapp an Munition kommen, und daher muss man produzieren, produzieren, produzieren.« Diese Botschaft richtet sich insbesondere an Europa, dessen fehlende gemeinsame Verteidigungspolitik er bedauert. Bezüglich der Rolle Frankreichs erinnerte er an militärische Solidaritätsabkommen mit drei Staaten in der Region, darunter den Vereinigten Arabischen Emiraten. In Bahrain, wo iranische Raketen und Drohnen wahllos einschlagen, könnte Frankreich im Rahmen dieser Verpflichtungen bei der Zerstörung von Abschussbasen helfen. Für den Libanon sollte Paris der Regierung dabei helfen, ihre Armee zu stärken, um die Demilitarisierung der Hisbollah zu erreichen, ein Versprechen, das nicht vollständig eingelöst wurde. Schließlich schlug er vor, die Aktivitäten der UNIFIL, der United Nations Interim Force in Lebanon, zu bewerten, die trotz Angriffen Zuschauerin bleibt.