Die Bundesstaatsanwaltschaft (MPF) hat eine Untersuchung zu möglichen Folterpraktiken in der Reality-Show BBB 26, ausgestrahlt von TV Globo, eingeleitet. Der Schritt folgt Beschwerden, die Risiken für die körperliche und psychische Unversehrtheit der Teilnehmer hervorheben. Staatsanwalt Julio Araujo unterzeichnete das Verfahren und betonte, dass redaktionelle Freiheit keine Verletzungen grundlegender Rechte entschuldigt.
Die Bundesstaatsanwaltschaft (MPF) hat eine Untersuchung zum Reality-Show BBB 26 von TV Globo eingeleitet, die sich auf Beschwerden über Praktiken konzentriert, die als Folter gelten könnten. Die Ermittlung wurde vom regionalen stellvertretenden Staatsanwalt für Bürgerrechte, Julio Araujo, angeordnet, basierend auf Berichten, die eine unnötige Aussetzung eingesperrter Teilnehmer für Gesundheitsrisiken andeuten. Unter den genannten Fällen ist der von Henri Castelli, der während des ersten Ausdauer-Tests der Staffel krampfartige Anfälle erlitt. Die beim MPF eingereichte Beschwerde argumentiert, dass die Dynamiken des Programms, wie das Exil von Breno im äußeren Bereich des Hauses, Teilnehmer zu Unterhaltungszwecken gefährlichen Situationen aussetzt und eine „direkte Beleidigung der Menschenwürde“ darstellt. Ein weiteres umstrittenes Element ist der Weiße Raum, den internationale Medien als „Folterkammer“ bezeichnen. Die Sonderkommission für Politische Tode und Verschwundene Personen (CEMDP) sandte einen offenen Brief an das MPF, in dem sie die Einstiegsdynamik des Spiels kritisierte und erklärte, dass sie Praktiken psychischen Leidens evoziere, die mit vergangenen autoritären Regimen verbunden sind. Im Fall von Rafaella ohnmachtete sich die Teilnehmerin nach mehr als 120 Stunden Isolation im Weißen Raum, wo sie auf einem Sockel reduzierter Abmessungen stehen musste, was Beschwerdeführer als entwürdigende Behandlung einstufen. Bei der Begründung der Ermittlungen betonte Araujo, dass die redaktionelle Freiheit der Sender kein „Freibrief“ für die Verletzung grundlegender Rechte sei. Als Konzessionäre des öffentlichen Dienstes müssen Fernsehsender verfassungsrechtliche Prinzipien wahren, die die Menschenwürde sowie die sozialen Werte der Person und Familie sichern. TV Globo erklärte, dass sie eine permanente medizinische Überwachung der Teilnehmer bietet, einschließlich mobiler Intensivtherapie-Unterstützung und Protokolle für Krankenhausüberweisungen bei Bedarf. Das Netzwerk gab an, dass Henri Castelli angemessene Betreuung erhielt und zweimal in externe Gesundheitseinrichtungen gebracht wurde. Als ersten Schritt forderte das MPF detaillierte Stellungnahmen von Globo zu den von der CEMDP angesprochenen Punkten an.