Der ehemalige Wide Receiver von Georgia, Zachariah Branch, wurde am frühen Sonntagmorgen in Athens wegen verschiedener Vergehen festgenommen, darunter die Behinderung von Gehwegen sowie Widerstand gegen einen Polizeibeamten. Der 1,75 Meter große Kandidat wurde Stunden später wieder freigelassen und sieht sich nun kurz vor dem NFL-Draft 2026 mit kritischen Fragen konfrontiert. Der Vorfall ereignete sich nach dem Frühjahrsspiel der Bulldogs.
Laut Polizeiprotokoll wurde Zachariah Branch am Sonntag um 1:26 Uhr von der Polizei des Athens-Clarke County in Gewahrsam genommen und um 3:44 Uhr gegen eine Kaution von 39 US-Dollar wieder freigelassen. Tom Pelissero vom NFL Network berichtete unter Berufung auf den Polizeibericht, dass Branch auf einem Gehweg verhaftet wurde, weil er sich weigerte, einer Aufforderung eines Beamten Folge zu leisten. Die Anklagen umfassen die Behinderung öffentlicher Gehwege und Straßen, unbefugtes Herumlungern sowie Widerstand gegen einen Polizeibeamten – allesamt Vergehen. Beamten zufolge war Branch bisher nicht negativ abseits des Spielfelds aufgefallen. Branch, der in der vergangenen Offseason von der USC nach Georgia gewechselt war, stellte mit 81 gefangenen Bällen für 811 Yards und sechs Touchdowns einen Rekord für die meisten Passfänge in einer Saison auf. Beim Combine lief der 80 Kilogramm schwere Receiver den 40-Yard-Dash in 4,35 Sekunden und glänzte als Return-Spezialist, wobei er im Schnitt 13,3 Yards bei Punts und 19,3 Yards bei Kickoffs sowie mehrere Touchdowns erzielte. Vertreter der Pittsburgh Steelers, darunter Mike Tomlin und Omar Khan, zeigten beim Pro Day in Georgia Interesse an ihm als Slot-Receiver und für Return-Aufgaben, nachdem das Team Spieler in der Free Agency verloren hatte. Georgias Trainer Kirby Smart lobte Branch beim Pro Day als einen 'Football-Verrückten', der zusätzliche Arbeit liebt. Da der Vorfall zu Beginn der Draft-Woche stattfand, wirft er in den NFL-Führungsetagen Fragen auf, während Branch auf eine Auswahl in den mittleren bis späten Runden hofft.