Die palästinensische Gemeinde in Chile hat ihre tiefe Empörung über die geplante Teilnahme von Israel Aerospace Industries (IAI) an der Fidae 2026, die vom 7. bis 12. April stattfinden soll, zum Ausdruck gebracht. In einer vierseitigen Erklärung bezeichnete die Gruppe die Entscheidung der Regierung von Präsident José Antonio Kast als schweren moralischen Affront.
Die Gruppe, die mehr als 500.000 Chilenen palästinensischer Herkunft vertritt, wies die Anwesenheit des staatlichen israelischen Unternehmens, das auf militärische Systeme spezialisiert ist, zurück. „Die Förderung von Waffen und Technologien in Chile, die zur Verübung des Völkermords am palästinensischen Volk eingesetzt werden (...), stellt einen schweren, schmerzhaften und inakzeptablen moralischen Affront dar“, erklärten sie. Sie wiesen darauf hin, dass frühere Regierungen, wie etwa unter Sebastián Piñera mit dem Ausschluss Russlands von der Fidae 2022 aufgrund des Ukraine-Krieges und unter Gabriel Boric mit dem Ausschluss israelischer Firmen, eine prinzipientreue Haltung zu den Menschenrechten gewahrt hätten. Die aktuelle Entscheidung breche mit dieser staatlichen Tradition und gefährde Chiles internationale Verantwortung vor dem Internationalen Strafgerichtshof, so die Gemeinde. Sie warfen der IAI Verbindungen zu Systemen vor, die im Gazastreifen, wo der Internationale Gerichtshof vorläufige Maßnahmen wegen Völkermordrisiken erlassen hat, sowie in Myanmar gegen die Rohingya eingesetzt wurden. Nationen wie Spanien, Frankreich und die Niederlande haben solche Beteiligungen bereits eingeschränkt. Die Gruppe forderte die Regierung Kast auf, ihre Entscheidung zu revidieren, und erwägt rechtliche Schritte gegen Personen, die an Kriegsverbrechen beteiligt sind. Präsident Maurice Khamis sagte: „Chile gibt unter dieser Regierung zum ersten Mal seine staatlichen Prinzipien auf.“