Präsident Gustavo Petro hielt am 20. Juli 2026 bei der Eröffnung der Legislaturperiode 2026-2030 seine letzte Ansprache vor dem Kongress. In seiner Rede rief er zu einem zweiten Unabhängigkeitsruf auf und verteidigte die Politik des totalen Friedens.
Während der Kongresseröffnung im elliptischen Saal merkte Petro an, dass die monetäre Armut laut DANE im Jahr 2025 bei 28 % lag und der Gini-Koeffizient auf 0,507 Punkte gesunken ist. Er berichtete zudem, dass die Arbeitslosenquote im letzten Monat 8,1 % erreichte, den niedrigsten Stand des Jahrhunderts.
Der Präsident kritisierte den gewählten Präsidenten Abelardo De la Espriella für dessen Absicht, die Beziehungen zu Israel wiederherzustellen, und erklärte, dass die nächste Regierung den Interessen der Vereinigten Staaten dienen werde. Petro erklärte, Kolumbien habe sich vom Status einer Republik in den eines Vizekönigreichs zurückentwickelt.
In seiner abschließenden Botschaft drängte Petro die politischen Kräfte dazu, Opposition auf der Straße zu leisten, und warnte, dass bei einer Beeinträchtigung der Arbeits- oder Agrarreformen zu Generalstreiks und landesweiten Agrarstreiks aufgerufen werde. Die Veranstaltung umfasste zudem die Wahl des Senatspräsidenten zwischen Honorio Henríquez und Alfredo Deluque.