José Manuel Restrepo, der Vizepräsident des designierten Präsidenten, ersuchte das Außenministerium, bis zum 7. August 2026 von vorläufigen diplomatischen Ernennungen abzusehen. Der scheidende Präsident Gustavo Petro ernannte den Finanzminister zur Koordinierung der Amtsübergabe.
José Manuel Restrepo sandte einen Brief an Außenministerin Rosa Yolanda Villavicencio mit der Bitte, dass das Ministerium von vorläufigen Ernennungen in Botschaften und Konsulaten absehen möge. Der designierte Vizepräsident argumentierte, dass solche Bestimmungen gegen die in Artikel 209 der Verfassung festgelegten Grundsätze der Leistung, Moral und Gleichheit verstießen.
Restrepo warnte zudem, dass diese Maßnahmen Haushaltsverpflichtungen für die neue Regierung schüfen und zu Klagen vor dem Generalrechnungshof der Republik führen könnten. Das Dokument wurde herausgegeben, während der Übergabeprozess zwischen der scheidenden und der neuen Regierung voranschreitet.
Der scheidende Präsident Gustavo Petro ernannte Finanzminister Germán Ávila zum Koordinator des Übergangsteams der scheidenden Regierung. Petro erkannte die Wahlergebnisse an und erklärte, dass seine Regierung bereit sei, einen geordneten und transparenten Prozess zu beginnen.
Der designierte Präsident Abelardo de la Espriella beauftragte Restrepo mit der Leitung einer Anti-Korruptions-Übergangsphase, die die öffentlichen Finanzen und den Zustand der Verwaltung überprüfen soll. Der künftige Staatschef sagte, er werde die Casa de Nariño erst nach seiner Amtseinführung betreten.