Oppositionsabgeordnete haben beschlossen, die Interpellation des Sicherheitsministers nach der Kabinettsumbildung am Dienstag fallen zu lassen. Mit diesem Schritt soll dem neuen Amtsinhaber Martín Arrau Zeit gegeben werden, sich einzuarbeiten.
Nach einem Treffen am Mittwochabend einigten sich die Oppositionsabgeordneten darauf, die angekündigte Interpellation gegen die ehemalige Ministerin Trinidad Steinert fallen zu lassen. Die Entscheidung folgte auf ihre Entlassung im Zuge der von Präsident José Antonio Kast vorangetriebenen Kabinettsumbildung.
Die Gesetzgeber begrüßten die Abberufung von Steinert und entschieden sich stattdessen für eine Zusammenarbeit mit Arrau. Laut Verfassung richtet sich eine Vorladung gegen einen amtierenden Minister, jedoch zogen sie es vor, eine Einarbeitungszeit zu gewähren.
Der Abgeordnete Jaime Araya erklärte, dass eine Interpellation nicht hilfreich wäre, solange der Regierung ein Sicherheitsplan fehle. Raúl Leiva fügte hinzu, dass sie von Arrau erwarten, der Öffentlichkeit detaillierte Hintergründe zu liefern.