Irina Pino, Mitarbeiterin von Havana Times, betrat endlich das Paseo del Prado Hotel in Havanna während eines Spaziergangs entlang des Malecón, stieß aber auf Widerstand der Sicherheitskräfte, als sie Fotos machen wollte. Das 2019 eröffnete Objekt ist ein Fünf-Sterne-Hotel mit tanzthematisierten Zimmern. Es ist für Ausländer und wohlhabende Kubaner zugänglich, bleibt aber für den durchschnittlichen Kubaner ein Traum.
Irina Pino, Fotografin für Havana Times, berichtet von ihrem Besuch im Paseo del Prado Hotel, einem Gebäude, das sie bei Spaziergängen entlang des Malecón in Havanna immer fasziniert hat. Eine Freundin, die dort einmal gearbeitet hatte, warnte sie scherzhaft, dass es zum „Apparat“ gehöre und sie vorsichtig sein solle, doch Pino beschloss einzutreten und eigene Bilder zu machen. Als sie die Treppe hinaufstieg, befahl ihr ein Sicherheitsmann sofort umzukehren. Pino erklärte, die Fotos seien für das Havana Times Magazin und sie habe ähnliche Fotostrecken schon gemacht, doch der Wachmann erwiderte barsch: „Suchen Sie die Fotos im Internet!“ Pino lachte über den Vorschlag und betonte, dass sie immer eigene Fotos mache und keine von anderen stehle. Das Hotel mit schiffähnlichem Design wurde 2019 eröffnet und wird von der französischen Kette Accor und dem kubanischen Tourismusunternehmen Gaviota betrieben. Es verfügt über 250 zimmer mit Tanzthemen wie Ballet, Salsa und Son. Die Aussichten umfassen die Küste Havannas und die Festungen El Morro, La Punta und La Cabaña, wobei das Meer je nach Wetter und Jahreszeit variiert. Pino konnte nur wenige Bilder machen, bevor sie gestoppt wurde. Das Objekt ist für Ausländer oder Kubaner mit Geld zugänglich, doch wie Pino bemerkt, kann der durchschnittliche Kubaner nur davon träumen, eines Tages ein Zimmer zu mieten. Dieses Erlebnis unterstreicht die Barrieren, denen Einheimische in Kuba beim Zugang zu Luxus-Touristenräumen gegenüberstehen.