Die Polizei hat am Donnerstag in drei Feuerwachen im Großraum Stockholm Durchsuchungen durchgeführt, um illegale IPTV-Ausrüstung zu beschlagnahmen. Ein Mitarbeiter einer der Stationen steht im Verdacht der Urheberrechtsverletzung. Das Storstockholms brandförsvar hatte den Verdacht selbst bei der Polizei gemeldet.
Am Donnerstag durchsuchte die Polizei Feuerwachen in Katarina auf Södermalm, in Vällingby und in Solna. Ziel der Aktion war die Sicherstellung von Ausrüstung für illegales IPTV, bei dem Streams ohne entsprechende Rechte für die Kanäle über das Internet verbreitet werden. Staatsanwältin Jenna Sourander bestätigt, dass die Polizei Gegenstände beschlagnahmt und Beweise gesichert hat. „Ein Mann steht im Verdacht. Er arbeitet in einer der Feuerwachen“, sagt sie. Dem Mann wird vorgeworfen, die Geräte in einer oder mehreren Stationen gelagert und verkauft zu haben. Die Ermittlungen stellen Verbindungen zwischen Verkäufern und Käufern her. Eine Verurteilung wegen Urheberrechtsverletzung kann Geldstrafen oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren nach sich ziehen. Björn Westerdahl, Kommunikationschef bei Storstockholms brandförsvar, erklärt, man habe den Verdacht selbst zur Anzeige gebracht. „Wir hielten es für wichtig, sofort zu handeln. Wir können Straftaten oder den Verdacht auf Straftaten nicht akzeptieren“, stellt er fest. Die Feuerwehr kooperierte im Vorfeld der Durchsuchungen eng mit der Polizei. Sourander wollte keine Einzelheiten zu den Beschlagnahmungen nennen, die Ermittlungen dauern jedoch an. Weitere Razzien in Feuerwachen sind derzeit nicht geplant.