Die unabhängige Fraktion der Partei für Demokratie (PPD) hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, um die unterschiedlichen Kriterien bei der Eintreibung von Schulden aus dem staatlich garantierten Kredit (CAE) zu vereinheitlichen.
Die Initiative zielt darauf ab, der Generalkasse der Republik die Nutzung der Abgabenordnung zur Eintreibung von CAE-Schulden oder ähnlichen Krediten, bei denen der Staat lediglich als Bürge fungiert, zu untersagen. Stattdessen sollten Forderungen vor Zivilgerichten im Rahmen eines regulären Vollstreckungsverfahrens geltend gemacht werden.
Der Entwurf schlägt zudem eine Auslegung von Artikel 57 des Arbeitsgesetzbuches vor, um die Unpfändbarkeit von Löhnen auszuweiten, und sieht vor, dass laufende Beitreibungsverfahren nach der Veröffentlichung des Gesetzes hinfällig werden.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Héctor Ulloa betonte, dass die Diskrepanz bei den gerichtlichen Auslegungen eine ausdrückliche gesetzgeberische Lösung erfordere. Der Abgeordnete José Montalva ergänzte, dass Studentenschulden zwar beglichen werden müssten, jedoch nicht so eingetrieben werden dürften, als handele es sich um Steuerschulden.