Das öffentliche Ministerium von Santa Catarina prüft die Anforderung der Exhumierung des Leichnams des Gemeinschaftshundes Orelha, der nach einem Angriff auf Praia Brava getötet wurde. Der Bericht nennt ein stumpfes Trauma am Kopf als Todesursache. Dieser Schritt soll die Ermittlungen gegen jugendliche Verdächtige ergänzen.
Das öffentliche Ministerium von Santa Catarina gab am Montag (8) bekannt, dass es die Anforderung der Exhumierung des Leichnams des Gemeinschaftshundes Orelha prüft, der im Januar auf Praia Brava im Norden von Florianópolis getötet wurde. Das 10. Büro für Justizförderung in Florianópolis überprüft den Polizeibericht, um weitere Schritte zu bestimmen. „Derzeit ist die Exhumierungsanfrage eine Möglichkeit“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung des MP. Die Zivilpolizei von Santa Catarina verpflichtete sich, alle Anfragen nach zusätzlichen Ermittlungsmaßnahmen des öffentlichen Ministeriums zu erfüllen, sodass die Anklage mit den bereits gesammelten Beweisen vor Gericht gebracht werden kann. Der Bericht der Scientific Police, basierend auf einer veterinärmedizinischen Gutachten, schloss, dass Orelha ein stumpfes Trauma am Kopf erlitten habe, möglicherweise durch einen Tritt oder ein Objekt wie Holz oder eine Flasche. Der zuständige Delegierte erklärte in einem Video: „Der Fachmann sagte, es sei keine sofortige Verletzung gewesen, dass dieses Tier etwa zwei Tage zuvor in den Kopfbereich geschlagen wurde und diese Verletzung fortschritt und es während der Behandlung starb“. Der Angriff ereignete sich gegen 5:30 Uhr am 4. Januar 2026. Anwohner fanden den verletzten Hund und brachten ihn zu einem Tierarzt, wo er während der Behandlung starb. Erste Hypothesen in sozialen Medien wie Durchstich oder Nägel im Kopf wurden vom Bericht ausgeschlossen. Vier Jugendliche wurden zunächst untersucht. Die Polizei beendete die Ermittlung am 3. Februar mit der Forderung nach Unterbringung eines von ihnen aufgrund von Widersprüchen in seiner Aussage und Videoaufnahmen, die zeigen, wie er in den frühen Morgenstunden des Angriffs zum Strand geht. Die Verteidigung weist auf fehlende direkte Beweise hin, wie Aufnahmen der Tat. Verdacht fällt auch auf die Handlungen der Eltern, einschließlich eines Versuchs, eine rosa Kappe ähnlich der im Video zu verstecken; die Mutter bestritt dies in einem Interview bei Glöbos Fantástico: „Es gab nichts zu verstecken und wir wussten auch nicht, nach welchen Beweisen sie suchten“. Der Fall löste in sozialen Medien Debatten über Straffreiheit aus, verglichen mit dem Mord an Galdino Pataxó 1997, mit Kritik an justizieller Selektivität und Jugendjustiz. Experten wie Lívia Vidal aus dem Nationalen Socio-Erziehungs-System plädieren für sozioerzieherische Maßnahmen gemäß dem Kind- und Jugendstatut (ECA) und betonen deren pädagogischen Charakter zur Vermeidung von Rückfälligkeit ohne die Schäden langer Haft.