Mexikos öffentliche Universitäten beginnen 2026 mit einer bloßen Budgeterhöhung um 2 % gegenüber 2025, unzureichend, um Inflation und ein Defizit von 50.400 Millionen Pesos auszugleichen. Der Nationale Verband der Universitäten und Hochschulinstitutionen (ANUIES) warnt, dass dies finanzielle Ungleichgewichte verschärfen und zu einer 'Reprivatisierung' der Hochschulbildung führen könnte. Wichtige Einrichtungen wie UNAM und IPN erhalten spezifische Zuwendungen, aber das Wachstum der Studentenzahlen wird nicht durch Finanzierung abgebildet.
Mexikos öffentliche Universitäten kämpfen mit einer schwierigen finanziellen Aussicht für 2026, mit einem Hochschulhaushalt von 218.160,2 Millionen Pesos, was einem Anstieg um 2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Anpassung berücksichtigt weder den BIP-Deflator (4,8 %) noch die Verbraucherpreisinflation von 3,5 %, was ein Defizit von 50.400 Millionen Pesos verschärft. ANUIES, geleitet von Luis González Placencia, stellt fest, dass staatliche öffentliche Universitäten nur einen Anstieg von 1,8 % verzeichnen. „Diese Situation kann zu einem Phänomen führen, das ich mit ‚Reprivatisierung‘ verglichen habe, im Sinne, dass private Institutionen an Boden gewinnen, wenn die Unterstützung für die öffentliche Bildung eingestellt wird“, warnte González Placencia. Der Haushalt wird auf verschiedene Verwaltungssparten verteilt, wie Ramo 11 der SEP, die UNAM (53.748,5 Millionen Pesos) und IPN (22.977,7 Millionen Pesos, + 2,9 %) umfassen. Frühere Abweichungen wurden korrigiert, einschließlich 329 Millionen für IPN und 4.371 Millionen für die Universität Guadalajara. Von 2018 bis 2025 wuchs die Einschreibung im öffentlichen Hochschulwesen um 16,3 %, doch die Subventionen sanken um 2 %. Dies zwingt die Institutionen, Kosten auf Familien abzuwälzen, verstärkt durch Pensionen und Ruhegehälter, die bis zu 50 % der Lohnkosten ausmachen. Im Dezember 2025 trafen Rektoren mit dem SHCP zusammen, um Probleme zu besprechen, aber geplante Arbeitsgruppen sind noch nicht eingerichtet. Das Allgemeine Hochschulgesetz fordert reale und steigende Zuwächse unter Berücksichtigung von Personal und Infrastruktur, diese wurden jedoch im Bundesausgabenhaushalt nicht umgesetzt.