Das französische Ministerium für Nationale Bildung hat mit einer Monatsverspätung die Ressourcenverteilung für das Schuljahr 2026 bekanntgegeben, die mehr Lehrstellenabbau als im Entwurf des Haushaltsgesetzes vorgesehen umfasst. Öffentliche Grundschulen verlieren 2.229 Stellen, weiterführende Schulen über 1.800. Das Ministerium bezeichnet dies als bloße «Reserveanpassung».
Am 26. Januar 2026 legte das französische Ministerium für Nationale Bildung in einer Sitzung des Sozialverwaltungsausschusses die Ressourcenzuweisung für das Schuljahr ab September 2026 vor, die um einen Monat verspätet wurde aufgrund des fehlenden genehmigten Haushalts. Diese Ankündigung überraschte die Gewerkschaftsvertreter durch ihr Ausmaß, das die Prognosen im Entwurf des Haushaltsgesetzes (PLF) für 2026 übersteigt. Laut Dokumenten, die Le Monde einsehen konnte, wird im öffentlichen Primarbereich – Grundschulen – ein Verlust von 2.229 «Lehrkräftenressourcen» verzeichnet, womit feste oder Probe-Lehrkräfte gemeint sind. Im Sekundarbereich, öffentliche Mittel- und Oberschulen, werden mehr als 1.800 Stellen gestrichen. Das übersteigt die PLF-Schätzungen von 1.891 Kürzungen in der Primarstufe und 1.365 in der Sekundarstufe. Vertreter der Bildungsgemeinschaft, die mit den geplanten Haushaltskürzungen vertraut waren, waren dennoch von der härteren Maßnahme überrascht. Das Ministerium betont, es handle sich lediglich um eine «Reserveanpassung», ohne auf die langfristigen Auswirkungen für den Lehrbetrieb in Frankreich einzugehen.