Das Finanzgesetz 2026 wurde unter Verwendung von Artikel 49.3 der Verfassung verabschiedet, trotz des ursprünglichen Versprechens des Premierministers dagegen. Das öffentliche Defizit wird auf 5 % des BIP prognostiziert, Rückgang von 5,4 % im Jahr 2025, insgesamt über 150 Milliarden Euro. Dies entspricht durchschnittlich 3614 Euro pro einem der 41,5 Millionen Steuerhaushalte.
Die französische Regierung benötigte vier Monate, um das Finanzgesetz 2026 (PLF) zu entwerfen, ein Prozess, den der Kolumnist Jean-Pierre Robin als mühsam beschreibt. Entgegen dem ursprünglichen Versprechen des Premierministers wurde das Gesetz unter Verwendung von Artikel 49.3 verabschiedet, wodurch die Verantwortung der Regierung auf dem Spiel steht. In seinem Brief an die Abgeordneten rahmt Minister Sébastien Lecornu den Haushalt als «redressement des comptes publics» ein, mit einem Gesamtdefizit von Staat und Verwaltungen von 5 % des BIP im Jahr 2026, Rückgang von 5,4 % im Jahr 2025. Dennoch weist Robin darauf hin, dass dieses Defizit 150 Milliarden Euro überschreiten wird, was einem Durchschnitt von 3614 Euro pro Steuerhaushalt entspricht, bei 41,5 Millionen Haushalten. Dieses Defizitniveau erinnert an den Höhepunkt von 9 % des BIP im Jahr 2020 während der Covid-19-Pandemie und der Politik «quoi qu'il en coûte». Robin zieht einen ironischen Vergleich zu einem Papstwahlkonklave und verweist auf «Habemus legem» sowie die fiktive Wahl von Papst Léon XIV im Frühling 2025. Er titelt seine Kolumne: «Ce sont désormais les enfants qui financent les repas dans les familles françaises», und hebt damit die generationenübergreifende Belastung durch die öffentliche Verschuldung hervor.