Präsident Cyril Ramaphosa hat Andy Mothibi, Leiter der Special Investigating Unit (SIU), zum neuen National Director of Public Prosecutions (NDPP) ernannt, wirksam ab 1. Februar 2026. Die Ernennung wurde weitgehend positiv aufgenommen trotz Kritik am Verfahren. Sie folgt der Feststellung eines Gremiums, dass keiner der sechs kurzgelisteten Kandidaten geeignet war.
Präsident Cyril Ramaphosa hat die Ernennung von Andy Mothibi zum National Director of Public Prosecutions (NDPP) am Dienstag, dem 7. Januar 2026, angekündigt, als Nachfolger der ausscheidenden Shamila Batohi ab 1. Februar. Mothibi, der 2016 von Ex-Präsident Jacob Zuma zum SIU-Leiter ernannt wurde, hat die Einheit transformiert. Unter seiner Führung hat die SIU im Geschäftsjahr 2023/24 2,28 Milliarden Rand an gestohlenen Geldern zurückgeholt und Einsparungen in Höhe von insgesamt 8 Milliarden Rand erzielt, einschließlich gestoppter Vertragszahlungen und geschützter Vermögenswerte. nnMothibis Hintergrund umfasst Tätigkeiten als Magistrat, die Mitbegründung des South African Revenue Service sowie leitende Positionen bei South African Airways, Standard Bank und Nedbank. Die Ernennung wird als positives Ergebnis betrachtet, doch das Verfahren steht in der Kritik. Ein hastig einberufenes Gremium interviewte im Dezember 2025 sechs Kandidaten, darunter Hermione Cronje, hielt jedoch keinen für geeignet. Der Bericht des Gremiums wird nicht veröffentlicht, erklärte Sprecher der Präsidialkanzlei Vincent Magwenya, um den beruflichen Ruf der Kandidaten zu wahren. nnDie Organisation Undoing Tax Abuse (OUTA) begrüßte den Schritt. CEO Wayne Duvenage sagte, Mothibi bringe die erforderlichen Führungsqualitäten und SIU-Erfolge mit. „Wir wollen sichtbare Verfahren gegen hochrangige Personen innerhalb von Monaten sehen“, fügte er hinzu und bezog sich auf Fälle der Staatsverflechtung. Die Rechtswissenschaftlerin Dr. Jean Redpath wies jedoch auf Mothibis Alter von 63 Jahren hin, da die Pflichtruhe mit 65 ihn auf zwei Jahre beschränkt. nnRamaphosa strebte Transparenz an, doch das Verfahren wird als fehlerhaft kritisiert, wobei die Democratic Alliance vor monatelangen Verzögerungen warnt. Trotz Unsicherheiten gilt Mothibi als fähige Wahl für die Herausforderungen der NPA.