Eine neue nationale Studie stellt fest, dass die rechtliche Gleichstellung von LGBTI-Personen in Südafrika zwar in den letzten zwei Jahrzehnten vorangekommen ist, die gesellschaftliche Akzeptanz jedoch uneinheitlich bleibt.
Der am 26. Juni von der The Other Foundation und dem Human Sciences Research Council veröffentlichte Bericht „Admission Reserved“ basiert auf einer Umfrage unter 3.285 Befragten, die zwischen November 2025 und Februar 2026 durchgeführt wurde. Er schätzt, dass sich 5,3 Prozent der Südafrikaner ab 16 Jahren, beziehungsweise 2,39 Millionen Menschen, als LGBTI identifizieren. Die Studie verzeichnet einen Rückgang der moralischen Ablehnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen von 62 Prozent im Jahr 2015 auf 52 Prozent im Jahr 2025.
Die Unterstützung für die Ehe für alle stieg im Laufe des Jahrzehnts von 37 auf 45 Prozent. Die Akzeptanz in der Familie liegt für schwule, lesbische und transgeschlechtliche Personen bei etwa 50 Prozent. Öffentliche Zärtlichkeiten gleichgeschlechtlicher Paare werden nur von 28 Prozent der Befragten als akzeptabel angesehen.
Der Richter am Verfassungsgericht, Jody Kollapen, sagte bei der Veröffentlichung, dass Gesetze allein keine Inklusion garantieren könnten. Neville Gabriel, CEO der The Other Foundation, warnte, dass die gewonnenen Rechte angesichts globaler Widerstände kontinuierlich verteidigt werden müssten.