Das Children’s Institute der University of Cape Town dringt auf kombinierte Maßnahmen, um sowohl das langjährige Problem der Wachstumsstörungen bei Kindern als auch den rasanten Anstieg von Übergewicht und Adipositas zu bekämpfen. Dabei knüpft es an das Versprechen von Präsident Cyril Ramaphosa aus dem Jahr 2026 an, Wachstumsstörungen bis 2030 zu beenden.
Die Raten von Übergewicht und Adipositas bei Kindern unter fünf Jahren in Südafrika stiegen von 13 % im Jahr 2016 auf 22,3 % im Jahr 2023, während mehr als jedes vierte Kleinkind weiterhin unter Wachstumsstörungen leidet.
Lori Lake vom Children’s Institute betonte, es sei entscheidend, Maßnahmen zu ergreifen, die beide Formen der Fehlernährung gleichzeitig angehen. Das Institut fordert eine Erhöhung des Kindergeldes (Child Support Grant), um die Lebensmittelarmutsgrenze von 855 Rand pro Person und Monat zu erreichen, einen Unterstützungsgeld für Frauen in der späten Schwangerschaft sowie eine strengere Regulierung von Lebensmitteln mit hohem Zucker-, Salz- und Fettgehalt.