Eine von Präsident William Ruto eingesetzte Arbeitsgruppe hat ein nationales Entwicklungsgesetz vorgeschlagen, um die Kontinuität langfristiger Projekte über verschiedene Regierungen hinweg zu gewährleisten. Der Bericht wurde am 22. Juli im State House vorgelegt.
Die Vorschläge sind im Bericht zur Entwicklung einer neuen Vision für Kenia enthalten. Sie fordern ein Gesetz, das dem nächsten langfristigen Entwurf, dem sogenannten „Singapur-Traum“, ein solides rechtliches Fundament verleihen soll. Der Bericht besagt, dass das Gesetz Garantien enthalten sollte, um die Kontinuität der Umsetzung über Wahlzyklen hinweg zu sichern. Es würde verlangen, dass alle zukünftigen mittelfristigen Pläne, integrierten Entwicklungspläne der Bezirke, Sektorstrategien und Jahreshaushalte an dieser Vision ausgerichtet werden. Das Gesetz würde zudem den Nationalen Wirtschafts- und Sozialrat schaffen, der von einem präsidialen Beauftragten geleitet wird, um die Umsetzung zu überwachen. Ein Sekretariat für die Umsetzung der Vision soll die Koordination über die Regierungsstellen hinweg unterstützen. Kenias Planung umfasste bisher die Vision 2030 und die „Big Four“-Agenda. Präsident Rutos „Bottom-up Economic Transformation Agenda“ zielt nun darauf ab, bis zum Zeitraum 2055-2063 den Status eines Landes mit hohem Einkommen zu erreichen.