Präsident William Ruto hat den September 2026 als Ziel für den Abschluss eines Abkommens über einen angemessenen Datenschutz mit der Europäischen Union festgelegt. Der Rahmen, der im Mai 2024 eingeleitet wurde, würde Kenia zum ersten afrikanischen Land mit einer solchen Vereinbarung machen. Dies würde den freien Verkehr personenbezogener Daten zwischen Kenia und der EU ermöglichen.
Präsident William Ruto gab den Zeitplan während seiner Europareise bekannt. Er erklärte, das Abkommen sei nahezu vollständig und werde dem Europäischen Parlament zur Ratifizierung vorgelegt. Ruto betonte, dass Kenia im Rahmen dieses Abkommens bis Anfang nächsten Jahres wie jedes europäische Land behandelt werden würde. Der Status der Angemessenheit würde anerkennen, dass Kenias Datenschutzgesetze für die Verarbeitung personenbezogener Daten aus der EU ausreichend sind. Dieser Schritt soll die Kosten für Unternehmen senken und das Wachstum in Technologiesektoren wie Softwareentwicklung und Datenverarbeitung fördern. Die Europäische Union hat im Rahmen der EU-Kenia-Digitalpartnerschaft 102 Millionen Euro, umgerechnet 15 Milliarden Kenia-Schilling, bereitgestellt. Die Mittel sollen in Glasfasernetze, öffentliches WLAN und umweltfreundliche Rechenzentren fließen.