Unbekannte Täter haben am Freitag in der Mittagspause einer Volksbank-Filiale in Stuhr bei Bremen Schließfächer im Keller aufgebrochen. Mitarbeiter klagten über Übelkeit durch eine versprühte unbekannte Flüssigkeit, was den Einbruch aufdeckte. Die Polizei in Diepholz gibt keine Angaben zur Beute und hat bisher keine Spur von den Tätern.
In der Kleinstadt Stuhr bei Bremen, in der Volksbank-Filiale an der Blockener Straße, ereignete sich am Freitag ein Einbruch. Die Täter drangen während der Mittagspause über einen Lichtschacht in den Keller ein und brachen mehrere Türen auf, um Zugang zu den Schließfächern zu erhalten. Wie viele Fächer es in der kleinen Filiale gibt und wie viele aufgebrochen wurden, ist derzeit unklar, teilte ein Polizeisprecher der Polizei Diepholz mit.
Der Einbruch wurde durch Beschwerden von Bankmitarbeitern über Unwohlsein und Übelkeit entdeckt. Eine unbekannte Flüssigkeit, die die Täter im Keller versprüht hatten und die sich unter anderem auf Türklinken befand, war der Auslöser. "Worum es sich dabei handelte und wozu die Einbrecher die Flüssigkeit genutzt hätten, sei noch unklar", sagte der Polizeisprecher. Kollegen alarmierten sofort den Rettungsdienst und evakuierten das Gebäude. Die Feuerwehr rückte aus, sperrte den Bereich weiträumig ab und prüfte die Räumlichkeiten unter Atemschutz. "Die Feuerwehr stellte bei der Überprüfung der Räumlichkeiten unter Atemschutz keine erhöhten Messwerte fest", hieß es von der Polizei. Auch ein ABC-Zug war im Einsatz. Zwei Mitarbeiter wurden vom Rettungsdienst versorgt, erlitten jedoch keine Verletzungen.
Zur Beute können derzeit keine Angaben gemacht werden, und es gibt keine Spur von den Tätern. Die Filiale liegt an einer belebten Straße nahe dem Rathaus. "Soviel Zeit können die Täter nicht gehabt haben", weil die Bank nach der Mittagspause wieder öffnete, erläuterte der Polizeisprecher. Die Polizei ermittelt nun, ob Kameraüberwachung vorhanden ist, wie viele Täter involviert waren und wie sie flohen.
Dieser Vorfall erinnert an den Einbruch Ende Dezember in Gelsenkirchen, wo Täter über 3.000 Schließfächer in einer Sparkasse aufbrachen und Wertsachen im Millionenhöhe erbeuteten.