Am 21. April sorgten in Schultoiletten in Veracruz und Baja California hinterlassene Amoklaufdrohungen für Angst, veranlassten Eltern dazu, ihre Kinder abzuholen, und führten zum Start von Sicherheitsmaßnahmen durch die Behörden. In Veracruz warnte eine Nachricht im Bachillerato Cristóbal Colón vor einem Anschlag, während eine Sekundarschule in Tijuana bereits seit dem 17. April mit einer Drohung konfrontiert war.
Am 21. April warnte eine in einer Toilette des Bachillerato Cristóbal Colón in Veracruz hinterlassene Nachricht vor einem unmittelbar bevorstehenden Amoklauf. Die Behörden vermuten, dass ein Schüler den Text geschrieben hat, doch aus Angst vor einem tatsächlichen Vorfall eilten Eltern zur Schule, um ihre Kinder abzuholen.
"Wir Eltern haben abgestimmt und waren der Meinung, es sei besser, unsere Kinder nach Hause zu holen", sagte ein Vater eines Sekundarschülers. Die Schule aktivierte daraufhin Sicherheitsprotokolle, darunter die Operación Mochila, verstärkte die Überwachung und informierte die staatlichen Sicherheitsbehörden. In einer Stellungnahme hieß es: "Die entsprechenden Schulsicherheitsprotokolle wurden aktiviert; unter der institutionellen Sicherheitskommission, wie etwa der Operación Mochila, die Verstärkung von Überwachungsverfahren sowie die Benachrichtigung der staatlichen öffentlichen Sicherheit."
In Baja California reagierten Beamte des städtischen Sekretariats für Bürgersicherheit und Schutz (SSPCM) auf einen Vorfall an der Secundaria No. 16 in Terrazas de la Presa in Tijuana, nachdem dort am 17. April eine ähnliche Nachricht gefunden wurde. Sie koordinierten sich mit dem Schulpersonal und informierten etwa 50 Eltern über Präventivmaßnahmen gegen vorgetäuschte Drohungen.
Innerhalb einer Woche kam es in Tijuana zu drei solcher Vorfälle und in Ensenada zu einem weiteren, was zur Schließung einer Sekundarschule führte. An der Autonomen Universität von Baja California (UABC) in Mexicali unterbrach eine Bombendrohung den Präsenzunterricht, der daraufhin auf Online-Formate umgestellt wurde. In Veracruz schürten soziale Medien die Panik durch Falschmeldungen über einen Angriff.