Die Polizei hat sechs Personen festgenommen, die verdächtigt werden, gefälschten Alkohol in Stockholm verkauft zu haben. Mehrere Jugendliche landeten im Krankenhaus, nachdem sie den vergifteten Schnaps während eines Oktoberwochenendes getrunken hatten. Die Staatsanwältin untersucht nun eine mögliche Bande hinter den Verkäufen.
Während eines Wochenendes im Oktober vergangenen Jahres erlitten mindestens neun junge Menschen in Stockholm Vergiftungssymptome nach dem Konsum von mutmaßlich gefälschtem Alkohol. Sie hatten den Schnaps von einem sogenannten Vodkabil erworben, das über Snapchat kontaktiert wurde. Tests zeigten, dass der Spiritus Isopropanol enthielt, eine Substanz, die typischerweise als Lösungsmittel, Reinigungsmittel und Desinfektionsmittel verwendet wird.
Die Symptome führten die Betroffenen dazu, medizinische Hilfe an verschiedenen Stellen in der Stadt in Anspruch zu nehmen. Früher im Herbst wurden fünf Personen wegen des Verdachts des Verkaufs des Alkohols über das Vodkabil festgenommen. Am Dienstag führte die Polizei eine weitere Razzia in Stockholm durch, die zur Festnahme von sechs weiteren Personen führte.
„Sechs Personen wurden heute festgenommen. Sie werden unter anderem des illegalen Alkoholverkaufs und grober Verfehlung verdächtigt“, sagt Staatsanwältin Suzanne El Khayat Ali, die die Ermittlungen leitet. Zur Frage, ob eine organisierte Bande involviert ist, antwortet sie: „Das untersuchen wir gerade“.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den illegalen Alkoholhandel und seine Gesundheitsrisiken, insbesondere für junge Konsumenten. Die Polizei betont die Wichtigkeit, vor unregulierten Vertriebskanälen wie sozialen Medien zu warnen.