Vier Krankenschwestern im Akademiska Kinderkrankenhaus in Uppsala sind plötzlich mit ähnlichen Symptomen erkrankt und werden verdächtigt, vergiftet worden zu sein. Die Polizei untersucht die Fälle als versuchten Mord, doch die Ursache bleibt nach mehr als zwei Wochen unklar. Das Personal ist besorgt, und das Krankenhaus hat die Sicherheitsmaßnahmen verschärft.
Am 25. Oktober erkrankte eine Krankenschwester während einer Schicht im Akademiska Kinderkrankenhaus in Uppsala mit Symptomen wie Hitzewallungen, Zittern, hohem Blutdruck und ungewöhnlich hohem Herzschlag. Innerhalb von neun Tagen erkrankten drei weitere Mitarbeiter auf derselben Station mit ähnlichen Symptomen, die Intensivpflege erforderten. Ein Opfer benötigte zweitägige Krankenhausbehandlung, und alle zeigten kritisch niedrige Kaliumwerte im Blut, laut Berichten an die Arbeitsmiljöverket.
Das Akademiska Krankenhaus meldete den Vorfall der Polizei erst nach dem dritten Fall, am 3. November, als zwei Personen erkrankten. Der vierte Fall wird als Vergiftung verdächtigt, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Sicherheitsleiter Viktor Ekström bestätigt: «Was ich bestätigen kann, ist, dass wir bei dem Verdacht auf drei Fälle die Polizei kontaktiert haben; wir kommentieren den individuellen Fall nicht.»
Die Polizei untersucht nun vier Fälle von versuchter Tötung, wobei ein Hinweis auf extrem hohe Mengen Koffeinpulver in Wasserflaschen deutet, laut Berichten an Aftonbladet. Anwältin Angelica Dipeders, die ein Opfer vertritt, zweifelt an der Theorie: «Ich denke, ein ganzheitlicher Ansatz ist notwendig. Ich glaube nicht, dass Koffein die absolute Erklärung ist.» Sie bezweifelt eine natürliche Ursache: «Es ist äußerst seltsam, wenn das ein Unfall und Zufall wäre, dass vier Personen das durchmachen mussten.»
Die Stimmung im Krankenhaus ist angespannt. Eine Mitarbeiterin sagt: «Ich habe angefangen, meine eigene Wasserflasche und Kaffee von zu Hause mitzubringen.» Eine andere: «Es ist unangenehm und sehr beängstigend. Man fragt sich, ob es ein Kollege oder Verwandter ist, der schuld ist.» Das Krankenhaus hat die Stations-türen abgeschlossen und zusätzliche Runden mit Sicherheitskräften eingeführt. Ekström erklärt: «Wir geben die Informationen preis, die wir können,» unter Berufung auf Untersuchungsgeheimnis.
Die Opfer sind weiterhin krank mit schwankenden Symptomen und Schockzuständen. Dipeders merkt an: «Das ist wahrscheinlich, was jetzt alle Gedanken aller Betroffenen beschäftigt.» Keine dauerhaften Sicherheitsänderungen sind geplant, bis die Untersuchung abgeschlossen ist.