Skellefteå AIK besiegte am 25. April in der Skellefteå Kraft Arena Rögle BK im zweiten Spiel der SHL-SM-Finals mit 5:1 und sicherte sich damit eine 2:0-Führung in der Best-of-Seven-Serie. Die Gastgeber erzielten vier Tore vor der ersten Drittelpause und überrumpelten Rögle, indem sie mit den ersten sechs Schüssen drei Treffer erzielten, was zu einem verletzungsbedingten Torwartwechsel führte.
Skellefteå erwischte einen Traumstart. Victor Stjernborg, ein gebürtiger Malmöer, erzielte nach einem Scheibenverlust von Dennis Everberg in der 1:49 Minute das 1:0 (Assist: Lars Bryggman). Experte Sanny Lindström bemerkte: 'Han slarvar med pucken.' Stjernborg legte im Powerplay nach 4:10 Minuten nach (Assist: Martin Lundberg nach einem Ballverlust von Lukas Ekeståhl-Jonsson), was Rögle-Trainer Dan Tangnes zu einer Auszeit zwang. Oscar Lindberg schoss auf das Tor, Mikkel Aagaard fälschte zum 3:0 in der 6:35 Minute ab – bei insgesamt nur sechs Schüssen. Tangnes wechselte daraufhin Arvid Holm gegen Christoffer Rifalk aus, doch Rifalk lenkte einen Schuss von Oliver Okuljar zum 4:0-Pausenstand ins eigene Netz.
Strauss Mann stand für Skellefteå sicher im Tor und ersetzte Linus Söderström. Rögle steigerte sich im weiteren Verlauf, doch das Powerplay-Tor von Josh Dickinson verkürzte im zweiten Drittel nur auf 4:1. Der 19-jährige Valter Lindberg besiegelte den 5:1-Endstand im dritten Drittel. Stjernborg sagte: 'Wir waren heute hungrig und bereit.' Tangnes beklagte sich nach dem ersten Drittel (beim Stand von 0:4) gegenüber TV4: 'Axlarna har varit väldigt högt upp och stressnivån så hög att vi åkt runt som galna kycklingar.'
Verletzungen schwächten Rögle: Topscorer Daniel Zaar musste nach einem fairen Check von Oscar Lindberg das Eis verlassen; Linus Sandin fehlte das zweite Spiel in Folge; Everberg, der nach einer Verletzung zurückkehrte (2 Tore, 4 Assists in den Playoffs), wirkte angeschlagen. Skellefteås Tiefe zeigte sich durch Reihen mit Andreas Johnson (12-0 +/- in den Playoffs), Stjernborg (10-0), Rickard Hugg, Lindberg und Aagaard.
Skellefteå, das seit 2011 zehnmal im Finale stand, seit 2009 konstant unter den Top 6 platziert ist und bereits dreimal Gold gewann, scheint auf dem besten Weg zum vierten Titel zu sein. Rögle muss nun vier der nächsten fünf Spiele in der heimischen Catena Arena in Ängelholm gewinnen (Spiel 3 und 4 finden am 28. und 30. April statt).