Der italienische Schneebereitungs-Spezialist Davide Cerato beaufsichtigt fortschrittliche Systeme, um optimale Bedingungen für Skilauf- und Snowboard-Wettbewerbe bei den Winterolympischen Spielen Milano-Cortina 2026 zu gewährleisten. FIS-Präsident Johan Eliasch hat Bedenken hinsichtlich der Schneeproduktion heruntergespielt und festgestellt, dass die Ziele dank kaltem Wetter erreicht wurden. Die Vorbereitungen unterstreichen die Rolle von künstlichem Schnee inmitten klimatischer Herausforderungen.
Davide Cerato, ein italienischer Schneebereitungsexperte, spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung der Wettkampfstätten für die Winterolympischen Spiele Milano-Cortina 2026, die am 6. Februar eröffnet werden. Er beaufsichtigt die Abläufe an Schlüssellokationen, einschließlich Bormio für Alpine Skirennen und Ski-Mountaineering sowie Livigno für Freestyle-Ski und Snowboard. Cerato arbeitet seit den Sochi-Spielen 2014 mit dem International Ski and Snowboard Federation (FIS) und dem Internationalen Olympischen Komitee zusammen. Angesichts des Klimawandels, der natürlichen Schnee beeinträchtigt, ist hergestellter oder 'technischer Schnee' unerlässlich geworden. Das Organisationskomitee schätzt, dass etwa 250 Millionen Gallonen Wasser benötigt werden – äquivalent zu fast 380 olympischen Schwimmbädern – für die Schneeproduktion. In Livigno fasst ein neues Becken 53 Millionen Gallonen und wird von über 50 Schneekanonen unterstützt, die 211 Millionen Gallonen in rund 300 Stunden produzieren können. Bormio verfügt über einen See in 2515 Yards Höhe mit 23 Millionen Gallonen Speicher und 75 zusätzlichen Schneekanonen. Cerato betonte die Bedeutung, beste Bedingungen zu bieten: „Es ist das wichtigste Rennen ihres Lebens. Unsere Pflicht ist es, ihnen das Beste zu geben, die besten Pisten bereitzustellen, auf denen sie nach hartem Training ihr Bestes geben können.“ Er beschrieb die Aufrüstung der Bormio-Piste als Aufstieg „auf ein neues Level“, verglich sie mit einem „Ferrari mit neuen Gängen“. Technischer Schnee ermöglicht kontrollierte Qualität und Sicherheit und gewährleistet faire Rennen vom ersten bis zum 50. Starter. Modernste Sensoren überwachen die Schneehöhe und passen die Schneekanonen automatisch an, während GPS-gestützte Pistenbullys die Effizienz optimieren. Cerato sagte: „Wir können bessere, sicherere und fairere Pisten liefern. Das ist der Unterschied – eine faire Piste vom Startnummer 1 bis 50.“ FIS-Präsident Johan Eliasch sprach beim Herren-Weltcup-Super-G in Kitzbühel über Bedenken bezüglich des Schnees in Livigno: „Wir hatten großes Glück mit dem kalten Wetter. Die Schneeproduktion konnte beginnen und alle Ziele erreichen.“ Er lobte die italienische Effizienz: „Typisch italienische Leidenschaft – sie sind Weltmeister darin, alles in letzter Minute perfekt zu machen.“ Eliasch bestätigte ausreichend Schnee nach einem Besuch in Livigno und erwartet ein „phänomenales Sportfestival“, mit Highlights wie der anspruchsvollen Abfahrt in Bormio, bei der Lindsey Vonn mit 41 Jahren antreten könnte. Kirsty Coventry, die olympische Chefin, erkannte die Komplexität der verteilten Spiele über 22.000 Quadratkilometer an, bekräftigte aber die Vorzüge der Entscheidung.