Die Winterolympics Milano-Cortina 2026 eröffnen am 6. Februar in Italien mit verteilten Veranstaltungsorten in Nordregionen für Nachhaltigkeit. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hob zusätzliche logistische Herausforderungen durch die verteilten Orte hervor. Der Klimawandel hat die Gastgeberregionen erwärmt, was die Abhängigkeit von Kunstschnee erhöht und Sicherheitsbedenken für Athleten aufwirft.
Die Milano-Cortina 2026 Winterolympics, die am 6. Februar 2026 um 21 Uhr Ortszeit im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion beginnen, markieren ein historisches Co-Hosting zwischen den Städten Mailand und Cortina d'Ampezzo. Über 22.000 Quadratkilometer von den Dolomiten bis zum Po-Tal erstreckend, nutzen die Spiele größtenteils bestehende Venues zur Förderung der Nachhaltigkeit und umfassen Disziplinen wie Abfahrt in Bormio, Skispringen in Predazzo sowie Neuzugänge wie Ski Mountaineering. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, die ihre ersten Spiele seit der Nachfolge von Thomas Bach leitet, erkannte die Abwägungen an. „Ich glaube, wir haben die richtige Entscheidung getroffen, die Spiele dezentraler zu gestalten, aber es hat... zusätzliche Komplexitäten hinzugefügt“, sagte sie in Lausanne. Die geografische Verteilung erschwert die Übertragungen, da Teams ferne Venues nicht unterstützen können, und erfordert verbesserte Transportplanung, einschließlich Shuttles und Schienen-Upgrades in Mailand. Eine Klimanalyse von Climate Central zeigt signifikante Erwärmung: Februardurchschnittstemperaturen in Cortina sind von -7 °C nach den Spielen 1956 auf -2,7 °C gestiegen, mit 41 Tagen weniger unter null Grad jährlich. „Das ist eine ziemlich starke Erwärmung“, betonte Kristina Dahl, Vizepräsidentin für Wissenschaft bei Climate Central, und hob Risiken für natürlichen Schnee hervor, der für die Athletensicherheit essenziell ist. Experten wie Daniel Scott von der University of Waterloo warnen vor höheren Verletzungsraten in wärmeren Bedingungen, wie in Sotschi 2014. Organisatoren setzen auf Kunstschnee, insbesondere in Orten wie Livigno, inmitten von Bedenken über 930.000 Tonnen erwartete CO₂-Emissionen aus Reisen. Neue Disziplinen fördern Geschlechtergleichstellung, darunter Damen-Skispringen auf der Großschanze und gemischte Skeleton-Teams. Tickets sind für weniger populäre Sportarten wie Curling verfügbar, ab 50 Euro. Während das Nachhaltigkeitsmodell – mit 100 % erneuerbarer Energie – das Konzept prägt, wird das dezentrale Format für mögliche Umweltbelastungen kritisiert. Die Schlusszeremonie findet am 22. Februar in der antiken Arena von Verona statt.