Der britische Premierminister Keir Starmer hat am Montag die Labour-Abgeordneten dazu aufgerufen, einen Antrag der Konservativen abzulehnen, der seinen Umgang mit der Ernennung von Peter Mandelson zum US-Botschafter inmitten einer anhaltenden Kontroverse um die Sicherheitsüberprüfung kritisch hinterfragt. Die Abstimmung am Dienstag folgt auf die Verteidigung im Unterhaus in der vergangenen Woche und findet kurz vor den Kommunalwahlen am 7. Mai statt, während Ausschüsse den Prozess untersuchen.
Nach seiner Verteidigung im Unterhaus im April, in der er behauptete, nichts von der gescheiterten ersten Sicherheitsüberprüfung von Peter Mandelson gewusst zu haben, forderte der britische Premierminister Keir Starmer die Labour-Mitglieder am Montag dazu auf, den Vorstoß der Konservativen für eine Untersuchung der von ihm gegebenen Garantien bezüglich der rechtlichen Verfahren für die Ernennung zurückzuweisen. Der Antrag, der von der Vorsitzenden der Konservativen, Kemi Badenoch, eingebracht wurde und Starmers frühere Taktik gegen Boris Johnson widerspiegelt, zielt darauf ab, ihn vor den Kommunalwahlen am 7. Mai in die Defensive zu drängen. Starmer tat dies als ein 'politisches Manöver' ab, das neun Tage vor den Wahlen angesetzt sei, wobei Verbündete wie Gordon Brown und Emily Thornberry zuversichtlich sind, dass die Abstimmung gewonnen wird. Gleichzeitig laufen die Anhörungen des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten weiter: Der ständige Sekretär Philip Barton muss sich am Dienstag Fragen zu möglichem Druck aus der Downing Street 10 zur Genehmigung der Ernennung stellen. Dies baut auf der früheren Entscheidung von Olly Robbins auf, Sicherheitsbedenken hinsichtlich Mandelsons Verbindungen zu Epstein und seinen geschäftlichen Kontakten nach China zu übergehen. Starmers Stabschef Morgan McSweeney wird später aussagen. In einem Interview mit der Sunday Times räumte Starmer den Fehler ein, drückte aber seine Frustration aus: 'Ich verstehe, warum es Fragen gibt. Ich habe bereits zahlreiche beantwortet. Aber ich habe noch eine gewaltige Menge an Arbeit vor mir.' Labour-Quellen erwarten keine Abweichler.