Steven Gruzd, ein ehemaliges Scrabble-Wunderkind und Experte für afrikanische Regierungsführung, wurde am 27. März 2026 in Johannesburg entführt und getötet. Die Polizei nahm nach einem schnellen gemeinsamen Einsatz fünf Verdächtige fest und stufte den Vorfall als Express-Entführung mit dem Ziel der Erpressung und des Raubes ein. Kollegen und Freunde erinnern sich an ihn als einen gütigen Mentor und lebenslangen Wettkämpfer.
Steven Gruzd wurde am Abend des Freitags, den 27. März 2026, als vermisst gemeldet, nachdem er an einem Treffen in Corlett Gardens teilgenommen hatte. Die Community Security Organisation (CSO) wurde gegen 18:30 Uhr alarmiert und bestätigte die Entführung. Eine gemeinsame Operation mit CAP Security und den Strafverfolgungsbehörden führte in den frühen Morgenstunden des Samstags zur Festnahme von fünf Verdächtigen. Gruzds Leiche wurde im George Goch Hostel in Jeppestown gefunden. Die Sprecherin der Polizei von Gauteng, Captain Tintswalo Sibeko, teilte mit, dass ein Mordverfahren eingeleitet wurde. Die CSO erklärte, dass alle Anzeichen auf eine kriminelle Express-Entführung ohne Verbindungen zum Terrorismus hindeuten.
Gruzd leitete das African Governance and Diplomacy Programme am South African Institute of International Affairs (SAIIA) und galt über zwei Jahrzehnte lang als führende Autorität für den African Peer Review Mechanism (APRM). Elizabeth Sidiropoulos, Geschäftsführerin des SAIIA, beschrieb ihn als einen 'wirklich anständigen, gütigen Kollegen, Freund und Familienvater', der junge Wissenschaftler förderte. Sie betonte seinen Stolz auf seine Töchter, von denen eine erst eine Woche zuvor ihren Abschluss gemacht hatte, sowie sein Engagement für die Stärkung lokaler Stimmen in Subsahara-Afrika.
Freunde erinnerten an Gruzds Können im Scrabble, wo er Südafrika bei Weltmeisterschaften vertrat und 1997 den sechsten Platz in der Weltrangliste belegte. Larry Benjamin, ein Freund seit über 40 Jahren, nannte ihn einen 'außergewöhnlich klugen, nachdenklichen, loyalen und anständigen Menschen.' Ike Obidike, Präsident von Scrabble South Africa, lobte seine Unnachgiebigkeit und seine freundlichen Gesten, wie etwa das Verschenken eines Fußballtrikots.
Gruzd hinterlässt seine Frau Mandy sowie seine Töchter Lauren und Megan. Wendy Kahn vom South African Jewish Board of Deputies sagte, er sei allem mit 'Brillanz und Humor' begegnet.