Studie: Fahrzeugemissionen in Johannesburg übersteigen europäische Standards

Ein neuer Bericht zeigt, dass die Fahrzeugemissionen in Johannesburg die europäischen Standards übersteigen. Die Studie, die erste ihrer Art auf dem Kontinent, untersuchte rund 250 Fahrzeuge mithilfe von Fernerkundungstechnologie.

Der Bericht wurde von der Universität Johannesburg in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Umwelt, Infrastruktur und Dienstleistungen der Stadt Johannesburg erstellt. Dabei wurde an mehreren Standorten eine straßenseitige Fernerkundung eingesetzt, um die Abgasemissionen zu messen.

Die Direktorin für Luftqualität und Klimawandel der Stadt, Lebo Molefe, bezeichnete die Ergebnisse als besorgniserregend. Das Stadtzentrum von Johannesburg und die südlichen Gebiete wurden als Emissions-Hotspots identifiziert, wobei einkommensschwächere Gemeinschaften einer höheren Belastung ausgesetzt sind.

Der Clean Air Fund wies darauf hin, dass die Luftverschmutzung im Jahr 2019 zu 5.300 vorzeitigen Todesfällen in Johannesburg beitrug. Landesweit lag diese Zahl bei etwa 30.000.

Sheila Watson, stellvertretende Direktorin der FIA Foundation, betonte, dass zuverlässige Daten für politische Entscheidungsträger unerlässlich seien. Die Stadt erklärte, dass der Bericht als Grundlage für die künftige Planung und die Durchsetzung von Satzungen dienen werde.

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