Der Stadtdirektor von Johannesburg, Dr. Floyd Brink, teilte dem Parlament am 9. Juni mit, dass steigende Einnahmen die Finanzen der Stadt stabilisiert hätten und der Haushalt für 2026/2027 finanziert sei.
Brink äußerte sich vor dem ständigen Ausschuss des Parlaments für öffentliche Rechnungslegung gemeinsam mit Bürgermeister Dada Morero und weiteren Amtsträgern. Er reagierte damit auf Drohungen des Finanzministers Enoch Godongwana, Fördermittel aufgrund des nicht finanzierten Anpassungshaushalts der Stadt zurückzuhalten. Die Einnahmequoten hätten sich Anfang 2026 deutlich verbessert, so Brink. Die Einziehungen stiegen von 71 Prozent im Januar auf 96,5 Prozent bis März und blieben im April bei nahezu 90 Prozent. Der Bericht des Rechnungshofs vom 2. Juni attestierte der Stadt eine uneingeschränkte Prüfung mit Feststellungen. Darin wurden nicht genehmigte Ausgaben in Höhe von 2,38 Milliarden Rand aus dem vorherigen ungedeckten Haushalt sowie fruchtlose und verschwenderische Ausgaben städtischer Einrichtungen in Höhe von 45 Milliarden Rand aufgeführt. Die Beamten meldeten zudem Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern in Höhe von 25,2 Milliarden Rand bei einem Kassenbestand von 3,9 Milliarden Rand. Ein Darlehen der deutschen KfW-Bank in Höhe von 200 Millionen Euro soll Infrastrukturmodernisierungen, insbesondere für Wasser und Strom, finanzieren.