Das Bildungsministerium von Gauteng wird sein dezentrales Finanzierungsmodell für Schulen überprüfen, nachdem die kommunalen Schulden bis Ende März 583,9 Millionen Rand erreicht haben. Der Bildungsbeauftragte Lebogang Maile kündigte die Überprüfung am 17. Mai 2026 an, nachdem gerichtliche Anordnungen zur Wiederherstellung der Stromversorgung an betroffenen Schulen ergangen waren. Die Änderungen sollen weitere Störungen des Unterrichts durch unbezahlte Rechnungen verhindern.
Schulen in Gauteng häuften bis Ende März 2026 innerhalb von 60 Tagen kommunale Schulden in Höhe von 583,9 Millionen Rand an. Die Stadt Johannesburg machte mit 390,7 Millionen Rand den größten Teil dieser Summe aus, gefolgt von der Stadt Ekurhuleni mit 75,14 Millionen Rand und der Stadt Tshwane mit 51,7 Millionen Rand. Zudem schulden die Schulen dem Energieversorger Eskom 6,32 Millionen Rand.
Der Bildungsbeauftragte Lebogang Maile kündigte die Überprüfung während einer Pressekonferenz an der Lyndhurst Primary School an. Er erklärte, dass steigende Kosten und mangelnde finanzielle Kompetenzen bei den Schulträgern das derzeitige Modell untergraben hätten. Maile fügte hinzu, dass sich Schulen auf die Vermittlung des Lehrplans konzentrieren müssten, während Experten die administrativen Aufgaben übernehmen sollten.
Am 5. Mai 2026 ordnete das Pretoria High Court an, dass die Gemeinde Tshwane die Stromversorgung der Schulen wiederherstellen muss, die aufgrund von Nichtzahlung abgeschaltet worden waren. Das Urteil folgte auf einen Antrag von AfriForum und der Laerskool Wierdapark. Alana Bailey von AfriForum sagte, die Stromabschaltungen verletzten das Recht der Schüler auf qualitativ hochwertige Bildung und Grundversorgung.