Eine von Decathlon in Zusammenarbeit mit Consumoteca durchgeführte Umfrage unter 2.017 Personen sowie die Analyse von über 10 Millionen Social-Media-Beiträgen ergab, dass 93 % der Brasilianer Sport treiben möchten, jedoch nur 44 % dies regelmäßig tun. Mangelnde Motivation führt die Liste der Hindernisse mit 45 % an, gefolgt von Zeitmangel (39 %) und finanziellen Problemen (31 %). Frauen berichten vermehrt von Problemen wie Belästigung.
Die Studie, die alle brasilianischen Regionen, sozialen Schichten und Generationen abdeckt, zeigt, dass Bewegungsmangel trotz des weit verbreiteten Wunsches nach körperlicher Betätigung fortbesteht. Weitere Hindernisse sind fehlende Begleitung (18 %), Unbehagen in den Trainingsumgebungen (15 %) und die Angst vor Bewertung durch andere (10 %). Unter den befragten Frauen gaben 16 % an, während des Sports bereits Belästigung oder Diskriminierung erfahren zu haben.
"Brasilianer haben kein Problem mit dem Sport an sich. Sie haben ein Problem mit den Rahmenbedingungen für die Ausübung. Der Wunsch ist da, aber es fehlen noch die Wege, um ihn zur Routine werden zu lassen", sagte Michel Alcoforado, Anthropologe und Mitbegründer von Consumoteca.
Die Vorteile gehen über den körperlichen Aspekt hinaus: 50 % verbinden Sport mit dem Abbau von Stress und Ängsten, 84 % mit der Wiedergewinnung von Fokus, der durch Technologie verloren gegangen ist, und 66 % haben dadurch neue Freunde gefunden. Unter den Sporttreibenden haben 57 % ihre Aktivität im letzten Jahr gesteigert, und 70 % der Nicht-Sporttreibenden planen, im Jahr 2026 damit zu beginnen. Gehen und Krafttraining führen die Liste der gängigsten Aktivitäten an, während Schwimmen, Kampfsport, Pilates und Strandsportarten am begehrtesten sind.
"Die Herausforderung besteht heute nicht darin, die Menschen davon zu überzeugen, Sport zu treiben, sondern ihn innerhalb ihrer persönlichen Realität möglich zu machen", erklärte Liana Kerikian, Kommunikations- und Marketingdirektorin bei Decathlon Brasilien.