Eine von der Universidad de Antioquia geleitete Studie hat Diskrepanzen zwischen den Formalitätszahlen des DANE und den Unterlagen der UGPP festgestellt. Die Analyse hat die Debatte über die Methoden zur Messung der Beschäftigung in Kolumbien neu entfacht.
Der Bericht mit dem Titel '¿Tenemos más o menos formalidad laboral?' stellte fest, dass die von der UGPP gemeldeten Sozialversicherungsanmeldungen bis Februar 2026 um 1,35 % zurückgegangen sind. Im Gegensatz dazu gab das DANE an, dass die informelle Beschäftigung bei etwa 55 % lag, nachdem sie zuvor über 56,5 % gelegen hatte.
Die von Edwin Torres Gómez geleiteten Forscher wiesen darauf hin, dass ein Wirtschaftswachstum von 2,6 % im Jahr 2025 im Widerspruch zu einem Rückgang der Arbeitslosenquote von 11,6 % auf 8 % stehe. Torres zitierte das Okunsche Gesetz, um die Konsistenz der Daten infrage zu stellen.
Das DANE reagierte darauf mit der Erklärung, dass die Unterschiede auf unterschiedliche Methoden zurückzuführen seien und nicht auf Inkonsistenzen. Die Behörde erläuterte, dass sie den Richtlinien der Internationalen Arbeitsorganisation folge und auch selbstständige Erwerbstätige ohne Gewerbeanmeldung berücksichtige.
Der Präsident der ANDI, Bruce Mac Master, hatte bereits im März darauf hingewiesen, dass die Zahl der UGPP-Beitragszahler im Dezember 2025 insgesamt 13,35 Millionen betrug, gegenüber 11,4 Millionen, die vom DANE gemeldet wurden. Die UGPP stellte klar, dass ihre Daten nicht direkt mit den Formalitätszahlen vergleichbar seien.