Bei der Sitzung des UN-Sicherheitsrates am Dienstag (23) warf der venezolanische Botschafter Samuel Moncada den Vereinigten Staaten vor, Venezuela durch Sanktionen und militärischen Druck in der Karibik die 'größte Erpressung' aufzuzwingen. Russland und China kritisierten die 'Cowboy-Haltung' der USA, während Brasilien für Dialog ohne Zwang plädierte und erklärte, die Seeblockade verstoße gegen die UN-Charta.
Die Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates, von Venezuela mit Unterstützung Russlands und Chinas beantragt, fand am 23. Dezember 2025 statt, inmitten zunehmender Spannungen zwischen Caracas und Washington. Der venezolanische Botschafter Samuel Moncada verurteilte, dass die USA Venezuela 'der größten Erpressung unserer Geschichte' unterwerfen, und bezog sich auf wirtschaftliche Sanktionen und die US-Militärpräsenz in der Karibik seit August. Er warf Washington vor, außerhalb des Völkerrechts zu handeln, um das Land und seine weltgrößten Ölvorkommen zu übergeben.
Russland und China solidarisieren sich. Der russische Botschafter Vassily Nebenzia bezeichnete die Seeblockade als 'flagrante Aggression', die internationale Normen verletzt, und kritisierte die 'Cowboy-Haltung' der USA sowie deren katastrophale Folgen. Der chinesische Vertreter Sun Lei erklärte, Peking lehne einseitige Handlungen und Einschüchterung ab und unterstütze die Souveränität Venezuelas.
Der US-Botschafter Mike Waltz konterte, die USA würden 'alles in ihrer Macht Stehende tun, um unseren Hemisphäre, unsere Grenzen und das amerikanische Volk zu schützen'. Er wiederholte Vorwürfe, Nicolás Maduro leite den Cartel de los Soles, eine angebliche Narco-Terror-Organisation, und kündigte maximale Sanktionen an, um Öleinnahmen für illegale Aktivitäten zu blockieren. Das Weiße Haus erhöhte die Belohnung für Informationen über Maduro auf 50 Millionen Dollar.
Brasilien warf durch Botschafter Sérgio Danese der Blockade einen Verstoß gegen die UN-Charta vor und plädierte für friedliche und multilaterale Lösungen. Danese betonte, dass einseitige Zwangsmaßnahmen, insbesondere mit Gewaltandrohungen, den Friedenstraditionen Lateinamerikas widersprechen, und bot Zusammenarbeit für echten Dialog an. UN-Stellvertretender Generalsekretär Khaled Khiari berichtete, dass António Guterres bereit sei, diplomatische Bemühungen zu vermitteln, falls gewünscht.
Venezuela bestreitet Beteiligung am Drogenhandel und wirft den USA vor, Maduro stürzen zu wollen, um das Öl zu kontrollieren. Kürzlich erbeuteten die USA den Tanker Skipper und verkündeten am 16. Dezember eine vollständige Blockade sanktionierter Schiffe, was die wirtschaftliche Belagerung verschärft.