Eine temporäre Holzofen-Sauna wurde für den gesamten Januar mitten auf dem Clemenstorget in Lund aufgebaut, organisiert von Künstlern, um Wärme und neue soziale Begegnungen in der Winterkälte zu schaffen. Saunabesucher genießen heiße Sitzungen gefolgt von eiskalten Duschen, und das Event ist schnell populär geworden mit ausgebuchten Terminen.
Rote, fröhliche und entspannte Gesichter erhellen den winterlichen Clemenstorget in Lund. Sie gehören Saunabesuchern, die gerade die Wärme einer temporär auf dem Platz aufgebauten Holzofen-Sauna genossen haben. Das Event wird von den Künstlern Otto Vretare, Emelie Carlsson Gras und Carlos Clavijo jeden Tag im Januar organisiert, mit dem Ziel, Wärme und neue Treffpunkte im Winter zu schaffen.
Die Sauna, gebaut auf einem Zirkuswagen, fasst bis zu 15 Personen pro Session und ist bisher durchgehend ausgebucht. Besucher laufen barfuß durch Pulverschnee in die Sauna für ein sufistisches Sauna-Erlebnis mit Düften wie Zimt. Danach gießt Emelie Carlsson Gras eiskaltes Wasser mit einer Gießkanne über sie, während vorbeikommende Lund-Bewohner überrascht stehen bleiben.
„Wir wollen Wärme und neue Treffpunkte im Winter schaffen“, sagt Emelie Carlsson Gras. Sie erinnert sich an ein früheres Projekt des Künstlers Peter Johansson aus dem Jahr 1997, „The Scandinavian Sauna Project“, das 30.000 Besucher in die Kunsthalle Lund lockte. Nun ehren sie die Tradition mit Extras wie Aufguss-Ritualen mit Dampf und ätherischen Ölen, Musik, Lichtern und Film.
Saunabesucher Orion Righard lacht: „Ein seltsames Gefühl. So in der Stadtmitte vor dem Ica Malmborgs zu stehen.“ Maria Wagner, die es mit Freundin Sofie Westling ausprobiert hat, ruft: „Super gemütlich!“ Andere Reaktionen sind „wahnsinnig schön“ und die Überraschung einer älteren Frau: „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich in Badeanzug auf dem Clemenstorget zeigen würde.“ Am Neujahrstag besuchten drei vietnamesische Frauen die Sauna erstmals, eine Erfahrung, die sie vor der Heimreise machen wollten.
Die intime Sauna auf dem öffentlichen Platz fördert authentische Begegnungen, meinen die Organisatoren.