Präsident Emmerson Mnangagwa hat vor etwa zwei Wochen Verfassungsänderungen unterzeichnet, die seine Amtszeit bis 2030 verlängern und das Wahlsystem ändern.
Die Änderungen setzen die für 2028 geplanten Wahlen aus. Sie verlängern die Amtszeiten des Präsidenten und des Parlaments von fünf auf sieben Jahre. Der Präsident wird nun vom Parlament bestimmt, anstatt direkt von den Wählern gewählt zu werden. Der bekannte Geschäftsmann und Verleger Trevor Ncube schrieb auf Substack, dass seine Zeitungen in den Jahren 2024 und 2025 rechtlichen Drohungen ausgesetzt waren. Die Drohungen folgten auf Berichte über Mnangagwas Pläne, seine Amtszeit über 2028 hinaus zu verlängern. Anwälte forderten, die Berichte innerhalb von 48 Stunden zu entfernen, andernfalls drohten Schadensersatzforderungen von bis zu 22 Millionen Dollar. Ncube gab an, dass die Zeitungen die Berichte aus Angst vor kostspieligen Rechtsstreitigkeiten zurückgezogen hätten. Er bezeichnete diese Entscheidung als ein Versagen an Mut. Mnangagwa hatte vor der Unterzeichnung der Änderungen jegliche Absicht zur Verlängerung seiner Amtszeit bestritten. Zudem kritisierte Ncube die Führungskräfte der Southern African Development Community für ihr Schweigen zu diesen Entwicklungen.